Dodeskaden – Menschen im Abseits (Originaltitel: どですかでん) ist ein Film von Akira Kurosawa aus dem Jahr 1970. Der auf einer Sammlung von Erzählungen des japanischen Autors Yamamoto Shūgorō unter dem Titel Kisetsu no mai machi季節のない街 („Stadt ohne Jahreszeiten“) basierende Film war der erste Farbfilm Kurosawas.Donald Richie, Joan Mellen: The Films of Akira Kurosawa, 4. ed., Univ. of California Pr., Berkely Calif. 1998, S. 185
Filmtitel Das vom Autor Yamamoto Shūgorō erfundene Wort Dodeskaden legt er dem behinderten Jungen in den Mund, der damit das Geräusch einer über die Schienen ratternden imaginären Straßenbahn, die er selber führt, beschreiben will (in Abweichung von dem gängigen japanischen Onomatopoetikum für dieses Geräusch: „gatan-goton“).
Handlung Der Film zeichnet das Leben zahlreicher Menschen in einem Tokioter Slum in Form von Einzelepisoden ohne durchgehende Handlung nach. Der teilweise sehr surreal anmutende Film zeigt das Leben in Armut und Hoffnungslosigkeit, mit denen sich die Bewohner dennoch arrangieren. Protagonist des Films ist der geistig behinderte Roku-chan.
Hintergrund Richie beschreibt Dodeskaden als „heiteren kleinen Film“ („gay little film“). Die Leichtigkeit der Behandlung eines so ernsten Themas scheint unerwartet angesichts des ernsthaften Zerwürfnisses Kurosawas mit seiner Produktionsfirma, die ihn gefeuert hatte, unerwartet insbesondere auch, weil er ein Jahr später einen Selbstmordversuch unternehmen sollte. Aber er sagt: „Wenn ich diesen Film in ernsthafter Manier gedreht hätte, wäre er unerträglich deprimierend geworden.“„Had I directed this film in a serious manner, it would have been unbearably depressing.“ Zit. nach: Donald Richie, Joan Mellen: The Films of Akira Kurosawa, 4. ed., Univ. of California Pr., Berkely Calif. 1998, S. 185
Kritik
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Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 1970 Kategorie:Japanischer Film Kategorie:Filmdrama Kategorie:Akira Kurosawa Kategorie:Literaturverfilmung nach Autor (Japan)