Rüdern (fränkisch: RiedanW. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 157. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „rīdən“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Sugenheim im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Rüdern liegt in der Gemarkung Sugenheim.

Geografische Lage Durch den Weiler fließt der Tiefenbach, ein rechter Zufluss des Ehebachs. Südöstlich des Ortes grenzt das Flurgebiet Kipperland an, im Norden das Flurgebiet Viehtrieb, 0,5 km südwestlich liegt das Flurgebiet Maas und 0,5 km östlich das Waldgebiet Hochholz. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Neundorf (1,3 km westlich), nach Sugenheim zur Kreisstraße NEA 31 (1,9 km südlich) und nach Hürfeld zur Staatsstraße 2253 (1,1 km nordöstlich).

Geschichte In einem Eintrag des Würzburger Lehenbuches von 1303/13 wurde der Ort als „zu den Rodern“ erstmals erwähnt. Die Bedeutung des Ortsnamens ist unklar. Aus sprachwissenschaftlicher Sicht scheidet eine Ableitung von „riutan“ (ahd. für reuten, roden) aus.W. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 157 ff.Nach P. Schneider: Der Steigerwald in der Gesamtschau, S. 242, sei der Ort bereits 1281 als „Rudern“ erstmals urkundlich erwähnt worden. Der Ortsname soll sich vom althochdeutschen Wort „riutan“ ableiten. geht für Rüdern (Dietenhofen) von der Bedeutung „zu den Rodern“ aus.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Rüdern 8 Anwesen (2 Höfe, 2 Güter, 2 Gütlein, 1 Haus, Gemeindehirtenhaus). Das Hochgericht, die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen übte die Herrschaft Sugenheim aus. Das Hochgericht wurde auch vom würzburgischen Cent Markt Bibart beansprucht.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 127.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Rüdern dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Sugenheim und 1813 der Ruralgemeinde Sugenheim zugeordnet.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 220.

Ehemaliges Baudenkmal Felsenkeller; am rundbogigen Hausteingewände des inneren Eingangs bezeichnet „1717“; der äußere Zugang zum tonnengewölbten Kellerhals aus Haustein im 19. Jahrhundert erneuert; zwei FensterlukenG. Hojer: Landkreis Scheinfeld, S. 244. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 34 28 31 37 31 20 23 36 21 12 12HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 8 6 6 5 3 4 4 3Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Erhard (Sugenheim) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach Mariä Himmelfahrt (Ullstadt) gepfarrt und sind jetzt nach St. Marien (Markt Bibart) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Sugenheim Kategorie:Weiler im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1303