Gheorghe Doja [] (veraltet Lucafalău; oder auch Lukafalva) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș, in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Gheorghe Doja im Kreis Mureș Die Gemeinde Gheorghe Doja liegt nördlich des Kokeltals (Podișul Târnavelor) im südlichen Teil des Kreises Mureș im so genannten Țara Morcovilor (Karottenland). Am Niraj, ein linker Nebenfluss des Mureș (Mieresch) und der Kreisstraße (Drum județean) DJ 151D befindet sich der Ort Gheorghe Doja sieben Kilometer östlich von der Kleinstadt Ungheni (Nyaradfluß) und 16 Kilometer südlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt. Die eingemeindeten Dörfer befinden sich etwa ein bis vier Kilometer vom Gemeindezentrum entfernt.

Bis etwa 2010 verkehrte auf dem Areal der Gemeinde eine Schmalspurbahn der ursprünglichen Schmalspurstrecke von Cristești nach Sovata (Szováta).Trecerile la nivel cu soseaua E60 din Ungheni si Acatari au fost desfiintate bei transira.ro, abgerufen am 12. Februar 2018 (rumänisch)

Geschichte Der Ort Gheorghe Doja, von Szekler gegründet, wurde nach unterschiedlichen Angaben 1331Angaben auf der Website der Gemeinde Gheorghe Doja, abgerufen am 15. April 2018 (rumänisch). oder 1333 erstmals urkundlich erwähnt.

Auf dem Areal des eingemeindeten Dorfes Tirimia, am Fuße des Berges Porumbelul (ungarisch Galambhegy), wurden archäologische Funde die noch keinem Zeitalter zugeordnet wurden, gefunden.Repertoriul Arheologic al României – Tirimia, abgerufen am 15. April 2018 (rumänisch).

Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Maros alsó („Unter-Maros“) im Komitat Maros-Torda, anschließend dem historischen Kreis Mureș und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.

Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde Gheorghe Doja entwickelte sich wie folgt: Volkszählung Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere 1850 3054 843 2048 3 160 1941 3823 851 2963 - 9 2002 2869 611 2068 - 190 2011 2982 617 2169 - 196 2021 3101 618 2197 - 286 (104 Roma) Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und die der Magyaren 1941 registriert. Die höchste Einwohnerzahl der Rumänen (1190) wurde 1920, die der Roma (188) 2002 und die der Rumäniendeutschen (24) 1880 ermittelt.Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1,1 MB; ungarisch).

Sehenswürdigkeiten Im Gemeindezentrum die reformierte Kirche, 1750 errichtet. Deren Holzglockenturm wurde 1781 durch den Steinturm ersetzt. Im eingemeindeten Dorf Leordeni (Lörinzdorf) die reformierte Kirche, um 1815 errichtet,Angaben zur reformierten Kirche in Leordeni bei biserici.org, abgerufen am 15. April 2018 (rumänisch) steht unter Denkmalschutz.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch) Des Weiteren wird auf dem Gelände des Dorfes eine Römerstraße vermerkt. Von den Einheimischen wird er Calea Dracului (Ördögutja) (Teufelsweg)., abgerufen am 15. April 2018 (rumänisch).

Weblinks

Gheorghe Doja bei ghidulprimariilor.ro

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1333