Die Orličan M-2 Skaut () war ein tschechoslowakisches Schulflugzeug.
Entwicklung Die M-2 entstand als Nachfolger des erfolgreichen Sportflugzeugs M-1 Sokol von 1946. Wie dieses wurde sie vom Chefkonstrukteur Ingenieur Zdeněk Rublič im nach dem Krieg in Orličan umbenannten ehemaligen Beneš-Mráz-Werk in Choceň zeitgleich zur M-3 Bonzo entworfen. Ebenso besaß sie ein Bugradfahrwerk und war vollständig aus Holz gefertigt. Als angehendes Schulflugzeug erhielt sie für Fluglehrer- und -schüler zur besseren Kommunikation zwei nebeneinanderliegende Sitze. Der Antrieb bestand aus einem noch aus der Vorkriegszeit stammenden Praga-D-Motor mit 55 kW, der eine starre Holzluftschraube antrieb.
1948 war der Prototyp fertiggestellt und führte mit dem Luftfahrzeugkennzeichen OK–CEB versehen seinen Erstflug durch. Wie seinem Parallelentwurf M-3 war aber auch der M-2 kein Erfolg beschieden und es blieb bei diesem einen Exemplar. Die Entwicklung führte jedoch zum in Serie gebauten Nachfolger L-40 Meta Sokol von 1956.
Aufbau Die M-2 war ein freitragender Tiefdecker in Ganzholzbauweise. Der Tragflügel mit zweiteiligen Landeklappen bestand aus dem Mittelstück und zwei Außenflügeln mit relativ großer positiver V-Stellung und leicht positiv gepfeilten Vorderkanten. Das Normalleitwerk war ebenfalls freitragend. Das Bugradfahrwerk war starr und einfach bereift.
Technische Daten mini|Dreiseitenansicht Kenngröße Daten Besatzung 1–2 Spannweite 10,00 m Länge 6,75 m Höhe 2,64 m Flügelfläche 13,8 m² Flügelstreckung 7,2 Flächenbelastung 43 kg/m² Leistungsbelastung 7,8 kg/PS Leermasse 370 kg Startmasse 660 kg Antrieb ein luftgekühlter Vierzylinder-Viertakt-Boxermotor Praga Dmit starrer Zweiblatt-Holzluftschraube Leistung Höchstgeschwindigkeit 185 km/h Reisegeschwindigkeit 150 km/h Steigzeit 7 min, 15 s auf 1000 m Dienstgipfelhöhe 4200 m Reichweite 700 km
Literatur
Weblinks
Kategorie:Ziviler Flugzeugtyp Kategorie:Einmotoriges Flugzeug mit Kolbenmotor Kategorie:Erstflug 1948