mini|Deutsche Kriegsgräberstätte Oksbøl

Die Deutsche Kriegsgräberstätte Oksbøl liegt an der Westküste von Dänemark in Oksbøl (Varde Kommune), 15 Kilometer nordwestlich von Esbjerg und ist ein Friedhof für 121 Soldaten und 1.675 Flüchtlinge, die während und nach dem Zweiten Weltkrieg im Flüchtlingslager Oksbøl starben.Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Landesverband Schleswig-Holstein: Flüchtlingsfriedhof Oksbøl/Dänemark

Lage Die Kriegsgräberstätte liegt am nordwestlichen Ausgang von Oksbøl.

Geschichte Der Friedhof wurde von Flüchtlingen des Flüchtlingslagers Oksbøl angelegt. Im Jahr 1953 pflegten junge ehemalige Lagerbewohner den Friedhof mit Holzkreuzen und Heidekraut. Im Jahr 1962 wurde er durch Zubettungen vergrößert und im Jahr 1969 eingeweiht. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Landesverband Nordrhein-Westfalen ist Pate des Friedhofs. Kriegsgräberstätte Oksböl (Oksbøl) bei volksbund.de

Architektur Ein Wall aus Feldsteinen umgibt den Friedhof. Beim Eingang liegt ein Friedhofsplan in Bronze auf einem Steintisch. Am Ende des Hauptweges befindet sich ein drei Meter hohes Bronzekreuz. Die Gräber sind durch steinerne Grabkreuze gekennzeichnet. Auf Vorder- und Rückseite der Kreuze sind jeweils die Namen von zwei Toten aufgeführt. Die Grabflächen sind mit Heide bepflanzt.Kriegsgräberstätte Oksböl (Oksbøl) bei volksbund.de

Die Toten Auf dem Friedhof wurden ursprünglich Verstorbene aus dem Flüchtlingslager Oksbøl beigesetzt. Besonders Kinder und alte Menschen starben im Lager nach den Strapazen der Flucht und Evakuierung aus dem Osten.Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Landesverband Schleswig-Holstein: Oksbøl - Deutsche Flüchtlinge in Dänemark 1945-1949. Die Unterbringung der Flüchtlinge im Lager war eng, die Versorgung gut.Otto Cramer: Schüsse und Sahnetorten. In: Spiegel online vom 20. März 2009. Im Jahr 1962 wurden 542 Tote zugebettet. Hier ruhen jetzt 121 Soldaten und 1.675 Flüchtlinge des Zweiten Weltkriegs.Kriegsgräberstätte Oksböl (Oksbøl) bei volksbund.de Die Suche nach toten Soldaten/Flüchtlingen ist digital möglich.Suche nach deutschen Flüchtlingen/Soldaten, begraben in Oksbøl

Versöhnung über den Gräbern Im Jahr 1997 wurde durch deutsche und dänische Jugendliche ein Ginkgo-Baum gepflanzt. Die dänische Königin Margarethe besuchte die Kriegsgräberstätte anlässlich ihrer Sommertour 2016.

Siehe auch Liste von Kriegsgräberstätten Dänemark unter deutscher Besatzung

Weblinks

Suche nach deutschen Flüchtlingen/Soldaten, begraben in Oksbøl Den tyske gravlund i Oksbøl (da)

Einzelnachweise

Kategorie:Gedenkstätte des Zweiten Weltkriegs in Dänemark Kategorie:Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Kategorie:Soldatenfriedhof in Dänemark Oksbøl Kategorie:Dänische Geschichte (20. Jahrhundert) Kategorie:Bauwerk in Varde Kommune Kategorie:Flüchtlingsthematik (Deutschland) Kategorie:Dänisch-deutsche Beziehungen Oksbol