mini|Gaststätte Am Waatsack 2016 Am Waatsack oder Waatsack ist eine Gaststätte im Stadtteil Stadtmitte von Bergisch Gladbach im Rheinisch-Bergischen Kreis. Im 19. Jahrhundert war es auch als Wohnplatz verzeichnet.

Geschichte Der Waatsack an der Hauptstraße 273 ist eins der wenigen historischen Gebäude in typisch bergischer Bauweise, das bis heute in der Stadtmitte erhalten geblieben ist. Es wurde 1792 als Fachwerkhaus mit einem Krüppelwalmdach gebaut. Nach 1900 hat man es verschiefert. Der Name Waatsack geht möglicherweise auf seine erhöhte Lage etwas oberhalb der ehemals sumpfigen und hochwassergeprägten Strundeaue zurück. Möglicherweise weist dabei das mittelhochdeutsche Wort „Wuorde“ auf ein leicht erhöhtes Grundstück hin; der Zusatz „ack“ kann als Ecke gedeutet werden. Am Waatsack hieße demnach An der erhöhten Ecke. Noch heute trägt der zurzeit verdeckte Eichenbalken über dem Eingang die Inschrift: abgerufen am 28. August 2016

Geschichte des Wohnplatzes Das Gut ist seit mindestens der frühen Neuzeit bekannt, bis 1595 unter dem Namen Schmitsgut. Der Bewohner Johann Waatsack verkaufte es in der Zeit an die Kirche in Gladbach, daher der spätere Name. Zu der Zeit gehörte es zur Honschaft Gladbach.Anton Jux: Das Bergische Botenamt, die Geschichte Bergisch Gladbachs bis in die Preußische Zeit, herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Bergisch Gladbach, Bergisch Gladbach 1964

Unter der französischen Verwaltung zwischen 1806 und 1813 wurde das bergische Amt Porz aufgelöst und der Waatsack wurde politisch der Mairie Gladbach im Kanton Bensberg zugeordnet. 1816 wandelten die Preußen die Mairie zur Bürgermeisterei Gladbach im Kreis Mülheim am Rhein. Mit der Rheinischen Städteordnung wurde Gladbach 1856 Stadt, die dann 1863 den Zusatz Bergisch bekam. Der Waatsack ist ab der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1824 auf Messtischblättern regelmäßig ohne Namen verzeichnet.

+ Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Wohn- gebäude Kategorie Benennung 1822 7 Wirtshaus Watsok 1830 34Zusammen mit den Wirtshäusern Bock, Buchmühle und Bergershäuschen. Wirtshaus Wathsock 1845 18 2 Wirtshaus und Ackergütchen Wathsack 1871 43 3 Hofstelle Wathsack 1885 21 1 Wohnplatz Waatsack

Etymologie Der Name stammt leitet sich her aus Wat (Stoff aus Leinen), mithin also der Mantelsack.

Baudenkmal Die Gaststätte Am Waatsack ist als Denkmal Nr. 103 in die Liste der Baudenkmäler in Bergisch Gladbach eingetragen. Weblinks Denkmalpflege – Jetzt ist der Waatsack dran, Bergische Landeszeitung vom 16. Januar 2013 abgerufen am 28. August 2016 Einzelnachweise

Kategorie:Baudenkmal in Bergisch Gladbach Kategorie:Ehemaliger Ortsteil von Stadtmitte (Bergisch Gladbach)