Steinmühle ist ein Gemeindeteil der Stadt Greding im Landkreis Roth (Regierungsbezirk Mittelfranken, Bayern), dessen Bebauung abgebrochen wurde. Steinmühle lag in der Gemarkung Großhöbing.

Lage Steinmühle lag in der Südlichen Frankenalb circa 400 m östlich von Großhöbing links der Schwarzach und rechts der Bundesautobahn 9 auf der Gemarkung Großhöbing.

Geschichte Steinmühle gehörte grundherrlich dem Domkapitel zu Eichstätt. Im pfalz-neuburgischen Territorium gelegen, unterstand sie bis zum Ende des Alten Reiches hochgerichtlich dem Richteramt Greding.Hirschmann, S. 144 Durch die Säkularisation des Hochstiftes Eichstätt wurde die Mühle 1802 großherzoglich-toskanisch. Nur wenig später, 1806 kam die Mühle an das neue Königreich Bayern und dort in den Steuerdistrikt Großhöbing. 1818 wurde die Mühle durch das Gemeindeedikt in die neugebildete Ruralgemeinde Großhöbing eingeordnet, der außer dem Pfarrdorf Großhöbing und der Einöde Steinmühle noch der Weiler Günzenhofen und die Einöde Wildbad angehörten. Die Gemeinde war Teil des Landgerichts Raitenbuch und ab 1812 des Landgerichts Greding.Hirschmann, S. 225

1805 heißt es von der Steinmühle, dass sie „eine Säge dabei hat.“Pfalz-Neuburgische Provinzialblätter 3 (1805), S. 640 Der Müller war gleichzeitig Bauer; 1823, als die Müllerfamilie aus drei männlichen und fünf weiblichen Personen bestand, wurde neben dem Betrieb der Mahlmühle Getreide angebaut und Viehzucht betrieben.Joseph Plank: Entwurf einer Medicinal-Topographie des Königlich-Baierischen Landgerichts Greding im Rezatkreise, Neuburg an der Donau 1823, S. 117 1873 hatte der Müller elf Stück Rindvieh. Mit der Gebietsreform in Bayern ließ sich Großhöbing mit seinen Gemeindeteilen zum 1. April 1971 in die Stadt Greding eingemeinden. Nach 1987 wurde die Mühle abgerissen um Platz für die Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt zu schaffen.

Einwohnerentwicklung 1823: 8 (1 Haus, 1 Familie) 1840: 9 „Seelen“ (1 Haus, 1 Familie)Eduard Vetter: Statistisches Hand- und Addreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Ansbach 1846, S. 119 1847: 6Eugen Huhn: Topographisch-statistisch-historisches Lexikon von Deutschland, 6. Band, 1847, S. 74 1871: 7 (5 Gebäude) 1900: 7 (1 Wohngebäude) (Weiler: 27 Einwohner in 7 Wohngebäude)Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern mit alphabetischem Ortsregister, München 1904, Spalte 1223 1950: 7 (1 Haushaltung) 1961: 9 (1 Wohngebäude)Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961, München 1964, Spalte 795 1987: 7 (1 Wohngebäude, 2 Wohnungen)Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987, München 1991, S. 347

Sonstiges Im sogenannten Weiheretzel am alten Weg von Großhöbing zur Steinmühle steht ein Herz Jesu-Bildstock.Neue Bildstöcke. In: Hilpoltsteiner Kurier vom 20. März 2009

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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