Der DK4 (Abkürzung für Chinesisch Diandong Keche 4; „Elektrotriebwagen 4“) ist eine Triebwagen-Baureihe, die zunächst auf der Metro Pjöngjang und später bei der U-Bahn Peking eingesetzt wurde und heutzutage im städteübergreifenden Nahverkehrsnetz der Koreanischen Staatsbahn eingesetzt wird. Die Fahrzeuge waren wagenbaulich und elektrisch stark an den Baureihen DK2 und DK3 der U-Bahn Peking angelehnt.

Die genaue Anzahl der zwischen 1972 und 1978 gebauten Trieb- und Beiwagen ist unklar; lange Zeit wurde eine Stückzahl von 345 Fahrzeugen vermutet, was zu der Verschwörungstheorie führte, dass die U-Bahn in Pjöngjang weitere, geheime Linien zu strategischen Zwecken betreibe (vgl. Metro Zwei der Moskauer U-Bahn). Es gilt jedoch inzwischen als wahrscheinlicher, dass die angenommene Anzahl auf das nicht näher bekannte Nummerierungssystem der U-Bahn zurückzuführen ist und entsprechend fehlinterpretiert wurde.

Verbleib Die Wagen wurden in einem Zeitraum über 25 Jahre in Pjöngjang eingesetzt, ehe sie ab 1997 durch gebrauchte Fahrzeuge vom Typ D („Dora“) und GI („Gisela“) von den Berliner Verkehrsbetrieben ersetzt wurden. Der geplante Ersatz durch weitere, in Nordkorea produzierte Baureihen der Typen Jaju-ho (1973) und Yonggwang-ho (1992) wurde nach der Inbetriebnahme entsprechender Prototypen nicht weiter verfolgt.https://web.archive.org/web/20200630134032/http://www.2427junction.com/dprkreportcs.htmlhttps://trafficnews.jp/photo/109150https://mn.kbs.co.kr/news/pc/view/view.do?ncd=3800956

1998 wurde mutmaßlich ein großer Teil der Fahrzeuge an die U-Bahn in Peking verkauft und dort bis 2002 vornehmlich auf der Linie 13 eingesetzt. Die in Nordkorea verbleibenden Triebwagen wurden für den Betrieb auf Eisenbahnstrecken der Koreanischen Staatsbahn umgerüstet.

Eine im U-Bahn-Betrieb verbliebene Vier-Wagen-Garnitur wird als Museumszug gelegentlich an staatlichen Feiertagen eingesetzt.

Anmerkungen Obwohl Nordkorea behauptet, dass die Fahrzeuge von den Kim-Chŏng-tae-Elektrolokomotivwerken produziert worden seien, stammen diese größtenteils von der chinesischen Firma Changchun Railway Vehicles. Annahmen zufolge stammen jedoch einige spartanisch konstruierte, wagenbaulich an den DK4 angelehnte Beiwagen aus einer inländischen Fertigung der Kim-Chŏng-tae-Werke zur Erhöhung der Fahrgastkapazitäten. Die interne Bezeichnung der Trieb- und Beiwagen lautete DKJI (JI = Kim Jong-il).

Einzelnachweise

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