Der Ehebach, genannt auch Ehe, ist ein über 26 km langer Bach des südlichen Steigerwalds im mittelfränkischen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim, der nach einem insgesamt etwa ostnordöstlichen, nach links ausholenden Lauf unterhalb der Bruckenmühle der Gemeinde Diespeck (wo er an der Ortschaft Ehe vorbeifließt) von links in die mittlere Aisch mündet. Sein linker Zufluss am Unterlauf, der Laimbach, trägt ein größeres Teileinzugsgebiet bei als der Oberlauf des Ehebachs bis dorthin; der Laimbach ist auch länger, jedenfalls wenn man von der Quelle seines höchsten Oberlaufs, der Bibart, aus misst. Der Ehebach fließt nach Aufnahme des Laimbachs in dessen Zuflussrichtung weiter.
Name Der Ehebach wurde und wird auch nur Ehe (ursprünglich EweMartin Droschke: Frankens Ortsnamen – was soll denn das? Ehe. In: Franken 2024. Franken-Wissen für das ganze Jahr. Emons Verlag, Köln 2023, ISBN 978-3-7408-1797-8, Blatt 2. Februar.) oder – zur Unterscheidung von einem linken Zufluss am oberen Lauf bei Markt Sugenheim mit Namen Kleine Ehe – Große Ehe genannt. Seine recht flache Tallandschaft ist der Ehegrund, im Mittelalter gab es dort einen Ehegau. Der Name leitet sich von germanisch *ahwō für 'Wasserlauf' ab.
Geographie Verlauf Der Ehebach entsteht mit dem Namen Nachtwasengraben am Waldrand südwestlich von Herbolzheim und wird unterhalb von Herbolzheim Ehebach genannt. Auf fast der Hälfte seines Laufes fließt er nordöstlich und nimmt vor Markt Sugenheim die Kleine Ehe und danach den Tiefenbach auf, beide aus dem Westen. Nach dem Zufluss des Tiefenbachs fließt er östlich und unterhalb von Langenfeld mit dem längeren und linken Laimbach zusammen, der ein größeres Einzugsgebiet hat als der Ehebach bis dorthin. Dessen Laufrichtung nach Südosten übernimmt der Ehebach dann ungefähr. Bei der Bruckenmühle von Diespeck mündet er nach 26,7 km von links und zuletzt etwa westlich in die mittlere Aisch.
Ab dem Zufluss der Kleinen Ehe zwischen Deutenheim und Sugenheim am Beginn des Mittellaufes fließt der Bach in einer recht breiten Aue und verliert auf seiner weiteren Fließstrecke von etwa 17,5 km nur noch ca. 25 Meter an Höhe.
Das mittlere Sohlgefälle ab dort bleibt deshalb unter 1,5 ‰. Der Bach neigt in diesem Bereich zu Hochwassern.
Einzugsgebiet Der Ehebach hat ein 271 km² großes Einzugsgebiet, das ungefähr die Kontur eines gleichseitigen Dreiecks hat. Dem rechtsseitig auf die Mündung zulaufenden Schenkel folgt teils nahe dem Lauf des Ehebachs selbst. Nahe am linksseitig auf sie zulaufenden liegen die Ursprünge der linken Quellbäche seines größten Zuflusses Laimbach und im unteren Bereich folgt ihr nahe der Gewässerstrang aus Scheine, Laimbach und zuletzt Ehebach. Die dritte Seite des Dreiecks bildet der Grat des Steigerwalds gegen das Steigerwaldvorland und dahinter den östlichen Schenkel des Maindreiecks.
Von der Ecke an der Mündung () weniger als drei Kilometer nordöstlich der Stadtmitte von Neustadt an der Aisch verläuft die rechte Wasserscheide mit etwas Biegung nach innen etwa westsüdwestlich bis auf das Bergholz () südwestlich von Herbolzheim.
Die linke hat auf ihrem ersten, etwa nordnordostwärts verlaufenden Abschnitt von dort bis zum Sender auf dem Friedrichsberg () bei Abtswind den unregelmäßigsten Verlauf der drei Seiten mit zwei Vorsprüngen nach außen. Im Zuge des ersten Vorsprungs stehen mit dem Hohen Landberg () und dem Scheinberg () die höchsten Berge im gesamten Einzugsgebiet und darüber hinaus im ganzen Steigerwald; an ihnen entstehen die zum Ehebach ziehenden Bäche Geroldsbach und Biegenbach. Der zweite Vorsprung biegt in Richtung des Steigerwald-Westsporns Schwanberg-Sporns (Berghöhe ) aus und umfasst das Quellgebiet der Bibart; die Wasserscheide selbst erreicht hier eine maximale Höhe von etwa .
Der weitere Verlauf der linken Wasserscheide von der Nordspitze des Einzugsgebietes auf dem Friedrichsberg bis zur Mündung ist weniger unregelmäßig, die erreichten Höhen liegen hier meist niedriger.
Das Gebiet hinter der westnordwestlichen Wasserscheide entwässert auf dem Abschnitt vom Bergholz bis zum Hohen Landberg über die Gollach zur Tauber, danach lange über den linken Breitbach-Zufluss Iff und den Breitbach selbst sowie ab dem Schwanberg dann über den Castellbach und andere Zuflüsse der Schwarzach zum Main.
Die linke Wasserscheide grenzt auf ihrem Abschnitt vom nördlichsten Punkt auf dem Friedrichsberg bis zur Mündung außen zunächst ans Einzugsgebiet der Reichen Ebrach, bis nach etwas weniger als der Hälfte dieser Strecke sich das kleine, aber langgezogene Einzugsgebiet der Steinach zwischen die beiden Gewässer drängt; die Steinach mündet kurz unterhalb des Ehebachs in die Aisch.
Jenseits der rechten Wasserscheide von der Mündung bis zurück zum Bergholz konkurrieren nacheinander der Rempelsbach, danach der Nesselbach, der Tief und der Seenheimer Mühlbach mit dem Ehebach-Bachsystem, die alle in östlicher bis südöstlicher Richtung oberhalb des Ehebachs zur Aisch entwässern.
Der Ehebach entfernt sich nirgends mehr als 2,5 km von der rechten Wasserscheide, weshalb der Teil des Einzugsgebietes links des Flusses merklich größer ist als der rechte.
Zuflüsse und Seen Zuflüsse und Seen von der Quelle bis zur Mündung, teilweise hierarchisch mit höheren Zuflüssen mit Gewässerlänge, Seefläche, Einzugsgebiet und Höhe. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.
Ursprung des Oberlaufs Nachtwasengraben auf dem Ehebach-Strang auf etwa am Waldrand südwestlich des Markt Nordheimer Kirchdorfs Herbolzheim (oberste Quelle). In diesem Bereich laufen einige teils unter Feldern verdolte, oft kein Wasser führende Gräben zusammen, regelmäßigeren Durchfluss hat dieser Oberlauf erst kurz vor einer Quelle am Rand eines Feldweges auf oder etwas darunter, von dort verläuft der Nachtwasengraben diesem entlang nordöstlich auf das Dorf zu. Dieser Oberlauf und lange auch der Ehebach verlaufen insgesamt in etwa ostnordöstlicher Richtung. (Feldweggraben), von rechts und Südwesten auf etwa am unteren Ortsende von Herbolzheim, ca. 2,1 km und ca. 2,0 km². (Der Nachtwasengraben ist hier ab seiner mündungsfernsten Quelle ca. 2,6 km lang und hat ein Einzugsgebiet von ca. 2,6 km²) Die höchste Quelle befindet sich auf etwa südlich von Herbolzheim am Hangfuß im Waldstück Judeneck und er führt erst weit unterhalb beständig Wasser. Irrbach, von links und Westen auf etwa an der Grenze zum Gemeindegebiet von Markt Sugenheim, ca. 5,2 km und ca. 6,1 km². Entsteht auf etwa nahe der Siedlung Wüstphül. Zuflüsse im Artikel Quellenbach, von links und Nordwesten auf etwa an der Kläranlage vor dem südlichen Ortsrand des Pfarrdorfes Krautostheim, ca. 1,3 km und ca. 0,5 km². Er zweigt auf etwa nach links vom untersten Irrbach ab. Unterhalb von Krautostheim gabelt sich der Ehebach in flacher Aue auf etwa in zwei Arme, die nach etwa 1,4 km kurz nach der Modelsmühle wieder zusammenlaufen. Schafweihergraben, von links und Südosten auf etwa in Deutenheim an der Kreisstraße NEA 24 nach Ezelheim, ca. 0,7 km und ca. 0,5 km². Entfließt auf etwa 10px einem unter 0,1 ha großen Weiher im unteren Hangwald Himmelreich. Kleine Ehe, von links und Westnordwesten auf etwa unterhalb der Kläranlage von Deutenheim, ca. 8,1 km mit dem längeren rechten Oberlauf Biegenbach bei Krassolzheim und ca. 5,0 km auf dem Namenslauf ab dort sowie ca. 34,3 km². Der Biegenbach entsteht auf etwa im Langen Grund westlich von Krassolzheim im Wald und passiert am Waldrand 10px einige Teiche. Zuflüsse im Artikel Steingraben, von rechts und Süden auf etwa , ca. 0,8 km und ca. 0,5 km². Entsteht auf etwa als lange fast höhenlinienparalleler Hangweggraben. Durchfluss nur periodisch. Seegraben, von links und Westen auf etwa kurz vor Sugenheim, ca. 0,9 km und ca. 0,6 km². Entsteht auf etwa westlich von Sugenheim. Floßgraben, von rechts und Südosten auf etwa am südwestlichen Siedlungsrand von Sugenheim entlang, ca. 1,0 km und ca. 1,1 km². Entsteht auf etwa südlich von Sugenheim am unteren Waldhang des Krottenranken. Schachengraben, von rechts und Südosten auf etwa am Ortsende von Sugenheim an der Brücke der Staatsstraße St 2253 nach Markt Bibart, ca. 1,2 km und ca. 0,7 km². Er entsteht auf etwa am Hangwaldrand. Ständlesgraben, von links und Westen auf etwa an der Kläranlage nach Sugenheim, ca. 3,6 km mit dem rechten Oberlauf Gäulseegraben und ca. 2,9 km². Der Gäuseegraben entsteht auf etwa nördlich von Ezelheim am Waldrand. Krautgraben, von rechts und Südosten auf etwa , ca. 0,5 km und ca. 0,2 km². Entsteht auf etwa am Flurhang. Tiefenbach, von links und Westen auf etwa in den anderen Teilungslauf etwas vor der Wiesenmühle, ca. 5,0 km und ca. 5,0 km². Entsteht auf etwa westlich von Neundorf in der Flur unter dem Sonnenberg. Hier biegt der Ehebach um auf Ostlauf. Hüßbach, von links und Nordwesten auf etwa kurz nach dem Ortsende von Ullstadt, ca. 6,7 km und ca. 6,9 km². Er entsteht auf etwa nordwestlich von Neundorf zwischen dem Sonnenberg und dem Hüßberg () weiter nördlich in einem Flureck. Franzosengraben, von rechts und Westen auf etwa zwischen der Lamprechtsmühle und Langenfeld, ca. 1,7 km und ca. 1,6 km². Zum Ehebach paralleler Auengraben, entsteht auf etwa am Ostrand von Ullstadt. Weidengraben, von rechts und Südwesten auf etwa in Langenfeld an der Brücke zwischen den zwei Siedlungsteilen, ca. 2,0 km und ca. 1,8 km². Entsteht auf etwa südwestlich von Langefels unter dem Sporn Kalte Els (). Laimbach, von links und Nordwesten auf etwa unterhalb von Markt Baudenbach am linken Hang und im Nebental des folgenden Rüblingsbachs, auf dem Namenslauf ca. 5,7 km und mit dem dortigen rechten Oberlauf Bibart zusammen 22,4 km sowie 152,1 km². (Der Ehebach selbst hat bis zu diesem Zufluss erst eine Länge von 19,0 km und ein Einzugsgebiet von 90,6 km².) Entsteht im Namenslauf auf etwa beim Dorf Oberlaimbach der Stadt Scheinfeld. Ab diesem Zufluss zieht der Ehebach in Zuflussrichtung seines größten Nebenflusses zunächst südöstlich weiter und danach fortlaufend östlicher. mini|Mündung des Laimbach in den Ehebach Luftaufnahme (2021) Bibart, rechter und nordwestlicher Oberlauf, ca. 16,7 km und ca. 65,2 km². Entspringt einer Quelle auf etwa etwa 2,3 km nordwestlich des Iphöfer Dorfes Birklingen im Wald östlich des Schwanbergs. Zuflüsse im Artikel Scheine, linker und nordnordwestlicher Oberlauf, ca. 15,7 km ab der Quelle des Buchbachs und ca. 8,8 km auf dem Namenslauf ab dem Zusammenfluss des Krettenbachs mit dem Prühlbach nach Oberscheinfeld sowie ca. 66,4 km². Der gesamte Hauptstrang umfasst Buchbach, Krettenbach und Scheine. Die Scheine teilt sich kurz vor Oberlaimbach in zwei Arme, der kürzere rechte fließt südwärts bis gegenüber Oberlaimbach zur Vereinigung mit der Bibart zum Laimbach, nachdem er zuvor noch den Luderschlaggraben unterquert hat; der längere zieht in Scheine-Hauptrichtung nach Südosten über einen Kilometer weiter, nimmt den Luderschlaggraben auf und mündet dann von links bei der Vettermühle in den Laimbach Krettenbach, rechter Hauptstrang-Oberlauf, entsteht auf etwa wenig abwärts von Scheinfeld-Stierhöfstetten Buchbach, linker Hauptstrang-Oberlauf des Krettenbachs, entsteht auf etwa am südwestlichen Ortsende von Wüstenfelden Schleimelsgraben, von links und Westen auf etwa 10px Durchfließt auf etwa den Tränksee nordwestlich von Wüstenfelden (Anderer Buchbach-Zweig), von rechts und Westen auf etwa nach einem Waldabschnitt Kellergraben, von rechts und Westsüdwesten auf etwa vor Oberscheinfeld-Stierhöfstetten Bodenfeldgraben, von links und Nordosten gleich nach dem vorigen Schwarzbach, von links und Norden auf etwa am Ortsende von Stierhöfstetten; entsteht auf etwa nahe dem Höllweiher vor Herper Höllbach, rechter und nordwestlicher Oberlauf (Waldbach), linker und nördlicher Oberlauf Waldgraben, von links und Norden unmittelbar vor Stierhöfstetten Gehrgrundgraben, rechter Nebenstrang-Oberlauf des Krettenbachs Schwemmbach, von links und Westen auf etwa an einigen Teichen Weihergraben, von links und Norden