mini|„Vitriolwerk“ im Topographischen Atlas des Königreichs Sachsen (1821/22) mini|Beamter um 1830 Der Friedrich-August-Schacht war eine Steinkohlengrube des Potschappler Aktienvereins. Der Schacht lag im zentralen Teil der Steinkohlenlagerstätte des Döhlener Beckens auf Potschappler Flur.
Geschichte Der Besitzer des Rittergutes Potschappel, Ernst Heinrich Freiherr von Hagen,Bestand 10488 Grundherrschaft Potschappel im Sächsischen Staatsarchiv – Hauptstaatsarchiv Dresden begann 1795 mit dem Teufen des Schachtes. Der bei angesetzte Schacht erreichte eine Teufe von 78,70 Metern. Bei ca. 73 Meter wurde das 1. Flöz durchteuft. Das bei ca. 77 Metern durchteufte 2. Flöz hatte eine Mächtigkeit von 1,40 MeterEberhard Gürtler, Dr. Wolfgang Reichel: Vitriolsiedereien und Alaungewinnung im Döhlener Becken, Haus der Heimat Freital, 2001. Zur Entwässerung des Grubenfeldes diente der in einer Teufe von 76,30 Metern einkommende Potschappler Stolln. Vom Füllort des Schachtes wurde im Flöz eine Tagesstrecke aufgefahren.
Der Schacht wurde in erster Linie zur Versorgung einer Vitriolsiederei geteuft. Nach mehrfachen Besitzerwechsel wurde das Grubenfeld und der Schacht von dem derzeitigen Besitzer des Rittergutes Potschappel, Johann Gustav Klette, im Jahr 1836 an den Potschappler Aktienverein verkauft. 1837 wurde der Schacht abgeworfen. Die Gesamtfördermenge in der Betriebszeit betrug 13.984 Tonnen.
Literatur Eberhard Gürtler, Klaus Gürtler: Der Steinkohlenbergbau im Döhlener Becken – Schächte links rechts der Weißeritz, Haus der Heimat Freital, 2000 Eberhard Gürtler, Dr. Wolfgang Reichel: Vitriolsiedereien und Alaungewinnung im Döhlener Becken, Haus der Heimat Freital, 2001
Einzelnachweise
Kategorie:Stillgelegtes Bergwerk in Sachsen Kategorie:Bergwerk in Freital Kategorie:Potschappler Aktienverein Kategorie:Kohlebergwerk in Deutschland