mini|Haupteingang der "58. Kunstmesse München" im Postpalast 2013. Die Kunstmesse München war die älteste Kunst- und Antiquitätenmesse Deutschlands. Sie wurde in jährlichem Rhythmus als Herbstmesse mit zehn Tagen Laufzeit von führenden nationalen wie internationalen Ausstellern durchgeführt und ist eine Verbrauchermesse. Ausstellungsort war einige Zeit der „Postpalast“ an der Wredestraße nahe der Hackerbrücke in München. Das Angebotsspektrum reichte von kultischen und Kunstgegenständen von der Ur- und Frühgeschichte (etwa Altägyptische Kunst) über Kunst und Kunsthandwerk des Mittelalters und der Renaissance zu Kunst und Design der Moderne bis etwa 1970, mit gelegentlichen Ausnahmen. Organisiert wurde die Messe durch Expo-Management Kiel, ideeller Träger der Messe ist in Nachfolge des Deutschen Kunsthandelsverbandes der vor kurzem gegründete Kunsthändlerverband Deutschland.Annegret Erhard: Die traditionelle Kunstmesse München im eleganten Postpalast. NZZ, 18. Oktober 2013
Geschichte Von 1957 bis 1992 war Lotte Roth-Wölfle im Vorstand und in Ausschüssen für die von Otto Bernheimer gegründete „Deutsche Kunst- und Antiquitätenmesse“ im Haus der Kunst.
Die Messe begann 1956 als „Deutsche Kunst- und Antiquitätenmesse“ in ideeller Trägerschaft des Deutschen Kunsthandelsverbandes. Sie fand bis 1988 als führende Veranstaltung ihrer Art im Haus der Kunst in München statt. Danach wählte man aus Platzgründen die Messe München, schließlich in den Messehallen in Riem.Brita Sachs: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13. Oktober 2007. Nach einer organisatorischen Neuausrichtung (und zeitweiligen Namensänderung aus juristischen Gründen in „Fine Art & Antiques“), wurde der historische Postpalast zum Veranstaltungsort bestimmt.Annette Lettau. Amüsanter Augentrug, Gleich drei Kunstmessen locken nach München. Die Zeit, 18. Dezember 2012Brita Sachs: Kleine und große Wunderwerke. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. November 2014
Im Jahr 2004 lancierte Konrad O. Bernheimer, die Munich Highlights, die die Messetradition der ursprünglichen Münchner Kunstmesse und ihrer Aussteller fortsetzte. Bei dieser Messe teilten Kunsthändler und Galeristen ihre Räume rund um den Odeonsplatz in München mit internationalen Kollegen und luden das Publikum zu einem Kunstspaziergang durch die Innenstadt ein. Der Name Highlights wurde 2010 in den neuen Namen der Messe, Highlights – Internationale Kunstmesse München übernommen.
Angebotsspektrum Das Angebot umfasst alle Epochen, grundsätzlich werden alle Gattungen der Kunst und des Kunsthandwerks angeboten, mit jeweils wechselnden Schwerpunkten. Dazu gehören auch Objekte aus Kunst- und Wunderkammern und Textilkunst (Teppiche und Flachgewebe) wie auch Oldtimer.Bettina Beckert: Aufmarsch der Antiquitätenhändler. Handelsblatt, 15. Oktober 2010Eva Komarek: Wirtschaftsblatt, Wochenbeilage Investor Nr. 76, 5. Oktober 2012, S. 16–17Gerhard Charles Rump: Kunst für 140 Mio. auf einem Stand. Auf der 46. Kunst Messe München kann man sogar Paganinis Notenpult kaufen. Die Welt, 17. November 2001.
Kataloge Erste Deutsche Kunst- und Antiquitätenmesse München, Katalog zur Verkaufsausstellung im Haus der Kunst, Haus der Kunst, mit einem Beitrag von Inge Feuchtmayr, München 1956 Alle folgenden Kataloge im WorldCat
Weblinks Offizielle Website Homepage des Kunsthändlerverbands Deutschland
Einzelnachweise
Kategorie:Kunstmesse Kategorie:Messe in München Kategorie:Kunsthandel Kategorie:Kulturwirtschaft Kategorie:Erstveranstaltung 1956 Kategorie:Kunstausstellung in München Kategorie:Letzte Veranstaltung 2015 Kategorie:München im 20. Jahrhundert Kategorie:München im 21. Jahrhundert