Arthur Kuggeleyn (* 1960 in Zeist, Niederlande) ist ein niederländischer Choreograph, Theatermacher, Schauspieler und Performer.
Leben Arthur Kuggeleyn ist in den Niederlanden und auf Curacao aufgewachsen. 1979 zog er nach Berlin. Er lebt auf Schloss Bröllin in Mecklenburg-Vorpommern, und in Berlin.
Arbeit Arthur Kuggeleyn kam 1982 zu den Freien Theateranstalten Berlin; dort spielte er im Theaterstück (König Ubu) nach Alfred Jarry. 1984 gründete Kuggeleyn das RA-Theater in Berlin, für welches er Neufassungen klassischer Theaterstücke, wie Philoktet (n. Heiner Müller) und Lear (n. Shakespeare) sowie eigene Stücke und Performances kreierte. Ab 1985 spielte er in experimentellen Filmen, u. a. von Hartmut Jahn und Ika Schier, und schuf Choreografien, u. a. für die ehemalige Performancegruppe Notorische Reflexe. Er organisierte verschiedene Theater- und Performancefestivals wie: „Alle Abenteuer dieser Erde“, „Offscoene“ oder „Zivilisationantizivilisation“. 1986 gründete Arthur Kuggeleyn das RA.M.M. Theater, eine Berliner Spektakel- und Performancegruppe. Nach einem Atelier-Stipendium-Aufenthalt 1988 im Künstlerhaus Bethanien wurde er 1989 Mitgründer der Berliner Spielstätte RAMMZATA in Berlin. 1991 drehte David Vostell ein Video über Bestia Pigra.
Nach dem Fall der Berliner Mauer gründete er mit dem RA.M.M. die Kulturinstitution „Schloss Broellin“ in Mecklenburg-Vorpommern. Von 1997 bis 2000 tanzte er in der Kompanie von Felix Ruckert und wurde hauptsächlich durch sein Solo im Tanzstück „Hautnah“ bekannt. In dieser Zeit entstand auch seine eigene Tanzkompanie Arthur Kuggeleyn + Co. Mit seiner Tanzgruppe entwickelte er im Lausanner Arsenic Theater seinen „Trance-Hypnotic“-Tanzstil, der sich durch minimale, reduzierte und repetitive Bewegungen auszeichnet. Einige seiner provokativen Tanztheater-Stücke, wie „Heizkörper“ oder „Masters of Complications“, fanden weltweiten Erfolg. Kuggeleyn hat mehrere Auftragswerke für Tanz, Ballett, und Theater Kompanien geschaffen, die bekanntesten darunter sind „Dios Mio“ mit dem Ballett Teatro del Espacio von Michel Descombey in Mexiko-Stadt, „Friendly Fire“ für das Kosovo-Ballett und „Cage Birds“ für das Jin Xing Dance Theater in Shanghai.
Choreografien und Theaterstücke 1987: RIDIKI 1987: 750000 sec rush hour 1988: D.I.N.G. 1988: Apis 1988: Braindrops 1989: Embryonale evolutionäre Stauforschung 1989: Akte 1990: Massentrieb 1991: Bestia Pigra 1992: Casa de locos 1993: Kaerlek mich 1994: Kauft Hirn 1994: B.E.D. 1995: Save 1995: Zeichen eines Schockes 1996: Short shocks 1996: I.C.H. 1998: Lost 1999: Superuschi 1999: Red Light 2000: Sticky couple 2000: Testosteron 2001: How to mange a hiccup 2001: Hiccups 2002: Heizkoerper 2003: Comixtrip 2003: Enormous flying flower jelly job 2004: Ubiquitrip 2004: Intimintime 2005: Masters of complications 2006: Kopflos 2006: Nichtsistünmöglich 2006: After effects ‚06 2007: Dios Mio 2007: Okidoki 2007: Cash 2011: After effects ‚11 2011: Friendly fire 2012: Hi-story 2013: Endless 2013: Cage Birds
Publikationen Berlin WonderlandWebseite Berlin Wonderland Exposition „Heizkoerper de Arthur Kuggeleyn“ von Isabelle Ginot, édition l’Arsenic de Lausanne, 2002 Die somanbulenArtikel über die Somnabulen RA.M.M. Theaterart, 1990RA.M.M. auf www.bethanien Florian VogelfreiKatalog Florian Vogelfrei
Weblinks Website von Arthur Kuggeleyn + Co. Artikel im NZZ Videos ab 1989
Einzelnachweise
Kategorie:Choreograf Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Aktionskünstler (Königreich der Niederlande) Kategorie:Niederländer Kategorie:Geboren 1960 Kategorie:Mann