mini|Klosterkirche Das Franziskanerkloster in Vossenack (Gemeinde Hürtgenwald im Kreis Düren) war ein römisch-katholisches Kloster des Franziskanerordens. Zum Kloster gehörten das koedukative Franziskus-Gymnasium und das Franziskus-Internat für Jungen. Es war Teil der Deutschen Franziskanerprovinz von der Heiligen Elisabeth, die auch Gesellschafterin der Trägervereins von Gymnasium und Internat ist. Einige Jahre befand sich in Vossenack das Noviziat der Kölnischen Franziskanerprovinz. Das Kloster wurde zum 31. August 2026 aufgehoben.Stefan Federbusch OFM: Kloster Vossenack. Abschied der Franziskaner. In: Franziskaner. Magazin für franziskanische Kultur und Lebensart. Herbst 2026, S. 25.

Geschichte Das Kloster mit Kirche, Gymnasium und Internat wurde 1966/67 (Grundsteinlegung am 29. Juni 1966) von der damaligen Kölnischen Franziskanerprovinz von den Heiligen drei Königen (Colonia) als Nachfolge-Einrichtung des Kollegs Exaten bei Roermond erbaut und am 8. Oktober 1967 eingeweiht.Gerd Wildrath, Reinhard Palm: Allen, Bruder, helfen, dienen ist, seit Er erschienen, Ziel allein. In: Jahrbuch 2009 des Kreises Düren. ISBN 978-3-927312-92-0. Die Franziskaner wählten den Standort in Vossenack in unmittelbarer Nähe zur Kriegsgräberstätte Vossenack bewusst als „Ort des Lebens und der Erziehung“ wegen seiner Lage im Hürtgenwald, wo im Winter 1944/45 in der Schlacht im Hürtgenwald zehntausende Menschen ums Leben gekommen waren., abgerufen am 22. September 2014. Einige Jahre befand sich in Vossenack auch das Noviziat der Kölnischen Franziskanerprovinz Colonia.

Zur Unterstützung von Schule und Internat gründete die Colonia 1985 die bis heute bestehende „Franziskus-Stiftung. Jugendwerk der Franziskaner“. Bis 2018 war jeweils ein Franziskaner Schulleiter, zuletzt Pater Peter Schorr. Seit 5. Februar 2018 leitete Peter Cordes die Schule, seit 2023 ist Dirk Sieven der Leiter., abgerufen am 23. Januar 2021. In der Schule werden 500 Schüler unterrichtet.

Im Abschlussbericht zu der „Wissenschaftlichen Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der Deutschen Franziskanerprovinz“ durch Sozialpsychologen des Instituts für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) in München, der im Februar 2026 vorgelegt wurde, wird auf den Seiten 100 bis 170 über die Schule berichtet.ipp-muenchen.de: Wissenschaftliche Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der Deutschen Franziskanerprovinz. Abschlussbericht. München, im Januar 2026. Die Forscher ermittelten, dass sich die Täter Räume geschaffen hätten, in denen sie Zugriff auf die vorwiegend 10- bis 15-jährigen Kinder hatten – etwa in Präfektenzimmern des Internats in der Nähe der Schlafsäle der Kinder. Die anderen Franziskaner im Konvent hätten dabei überwiegend weggesehen, und das Leid der Betroffenen sei zu wenig in den Blick genommen worden.zeit.de: Studie legt Missbrauch an Schulen der Franziskaner offen. 25. Februar 2026, abgerufen am 25. Mai 2026. Der Bericht führte dazu, dass die Deutsche Franziskanerprovinz, zu der die Kölnische Ordensprovinz nach Fusion seit 2010 gehörte, die Auflösung des Vossenacker Konvents zum 21. August 2026 beschloss. Zuletzt lebten dort noch sechs Franziskaner.

In der Klosterkirche hängt seit 2012 ein von Pater Laurentius Ulrich Englisch geschaffener Kreuzweg, der vorher in Kalterherberg und Essen zu sehen war. Der Beuys-Schüler Pater Laurentius lebte im Kloster Vossenack und war dort als Lehrer und Kunsterzieher tätig. Er wohnt seit der Aufhebung des Konvents in einer nahegelegenen Senioreneinrichtung und hält sonntags in der Klosterkirche Gottesdienst.

Weblinks

Webseite des Klosters Website des Franziskus-Internats Die Kirche auf www.klosterportal.org

Einzelnachweise

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