Die Eishockey-Oberliga, die dritthöchste Spielklasse im deutschen Eishockey, wurde in der Saison 2014/15 zum fünften Mal in vier regionalen Gruppen ausgespielt. Der Spielbetrieb der Gruppen Nord und Süd wurde vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB) organisiert, die Gruppe West vom Eissportverband Nordrhein-Westfalen und die Gruppe Ost vom Eissportverband Sachsen-Anhalt.
Oberliga Nord rechts|150px|Logo der Oberliga Nord
Die Oberliga Nord umfasste das Gebiet der Bundesländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Der Spielbetrieb wurde vom DEB organisiert.
Teilnehmer und Modus Der Adendorfer EC zog sich aus finanziellen Gründen in die Regionalliga zurück. Stattdessen nahm der Aufsteiger ESC Wedemark an der Oberliga Nord teil. Da es keine Absteiger aus der DEL2 oder weitere Aufsteiger aus der Regionalliga gab, blieb es bei neun teilnehmenden Mannschaften.
Die Hauptrunde wurde als Doppelrunde vom 4. Oktober 2014 bis zum 13. Februar 2015 ausgetragen. Anschließend wurde in einer Pre-Playoff-Runde (8. gegen 9. in Best-of-Two) und darauf folgenden Playoffs (Viertelfinale in Best-of-Seven-, Halbfinale in Best-of-Five-, Finale in Best-of-Three-Modus) bis zum 24. März der Meister ermittelt. Die beiden Finalteilnehmer waren darüber hinaus für das Viertelfinale der Aufstiegs-Playoffs qualifiziert.
Stadien Verein Stadionname Stadionkapazität Hannover Indians Eisstadion am Pferdeturm 4.608 ESC Wedemark Scorpions Ice House Mellendorf 3.800 Grafschafter EC 2011 Eissporthalle Grafschaft Bentheim 3.500 EC Harzer Falken Eisstadion Braunlage 2.548 Crocodiles Hamburg Eissporthalle Farmsen 2.300 Rostock Piranhas Eishalle Rostock 2.000 EHC Timmendorfer Strand 06 Eissport- und Tenniszentrum Timmendorfer Strand 1.900 Hamburger SV Eisstadion Stellingen 1.500 Hannover Scorpions Eishalle Langenhagen 1.450
Hauptrunde Pl. Mannschaft Sp. S OTS OTN N Pkt. T GT Diff.1. Hannover Indians 32224337715987+722. Hannover Scorpions 32232077316375+883. EC Harzer Falken 321923864167100+674. Rostock Piranhas 3217231058194127+675. Hamburger SV 3213241347124122+26. Crocodiles Hamburg 3211511544137160−237. EHC Timmendorfer Strand 06 329022129115155−408. Grafschafter EC 2011 32710242399207−1089. ESC Wedemark Scorpions (N) 32502251789214−125
Quelle: Pointstreak, Abkürzungen: Pl. = Tabellenplatz, Sp. = Spiele, S = Siege (3 Punkte), OTS = Siege nach Verlängerung oder Penaltyschießen (2 Punkte), OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen (1 Punkt), N = Niederlagen (0 Punkte), Pkt. = Punkte, T = Tore, GT = Gegentore, Diff. = Tordifferenz, (A) = Absteiger, (N) = Aufsteiger
Playoffs Pre-Playoffs Die angedachte Pre-Playoff-Runde im Modus „Best-of-Two“ wurde aufgrund des laufenden Insolvenzverfahrens des Grafschafter EC 2011 überflüssig. Die ESC Wedemark Scorpions erreichten als Tabellenletzter kampflos das Viertelfinale.
Playoff-Baum Die erste Runde der Playoffs wird im Modus „Best-of-Seven“ ausgespielt, die zweite Runde im Modus „Best-of-Five“ und das Finale im Modus „Best-of-Three“. Die beiden Finalisten sind für das Viertelfinale der Aufstiegsplayoffs qualifiziert.
Viertelfinale Serie 1 2 3 4 5 6 7 Hannover Indians – 20px ESC Wedemark Scorpions 4:0 8:2 4:3OT 6:0 5:0 – Rostock Piranhas – 20px Hamburger SV 4:1 4:8 4:2 5:4 3:1 6:0 – Hannover Scorpions – EHC Timmendorf 4:0 4:1 3:2 5:2 5:0 – EC Harzer Falken – Crocodiles Hamburg 4:2 5:2 1:4 5:2 2:7 7:1 9:5 –
Halbfinale Serie 1 2 3 4 5 Hannover Indians – Rostock Piranhas 3:0 5:2 11:5 6:0 – Hannover Scorpions – EC Harzer Falken 3:0 5:1 4:3 6:4 –
Finale Serie 1 2 3 Hannover Indians – Hannover Scorpions1:2 4:2 0:4 1:2
Oberliga Ost rechts|150px|Logo der Oberliga Ost
Die Oberliga Ost umfasste das Gebiet der Bundesländer Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Ausrichter war erstmals der Eissportverband Sachsen-Anhalt.
Teilnehmer und Modus Der ERV Chemnitz 07 meldete Insolvenz an und zog sich daher aus der Liga zurück. Da keine Mannschaft aus der Ost-Gruppe in die DEL2 aufgestiegen war und es auch keine Absteiger aus der DEL2 gab, nahmen zunächst nur sieben Mannschaften an der Oberliga Ost teil. Durch die Ende September 2014 erfolgte Insolvenzanmeldung für den EHC Jonsdorfer Falken schieden diese aus und es nahmen nur noch sechs Mannschaften an der Hauptrunde teil.
Die Hauptrunde wurde in Form einer Doppelrunde ausgespielt, die bis zum 18. Januar 2015 abgeschlossen wurde und wonach die Mannschaften auf Platz 1 bis 4 an der Oberliga Mitte Endrunde mit den Mannschaften der Oberliga West teilnahmen.sev-manager.de PDF (online abgerufen am 27. Dezember 2014)
Stadien Verein Stadionname Stadionkapazität Icefighters Leipzig Fexcom Eisarena 2.500 Saale Bulls Halle Sparkassen-Eisdom 2.500 EHC Erfurt Eissportzentrum Erfurt 1.200 ELV Tornado Niesky Waldstadion Niesky 1.300 EHV Schönheide 09 Eisstadion Schönheide 1.500 FASS Berlin Erika-Heß-Eisstadion 3.500
Hauptrunde Pl. Mannschaft Sp. S OTS OTN N Pkt. T GT Diff.1. Icefighters Leipzig 20160044810649+572. Saale Bulls Halle 2013115428155+263. EHC Erfurt 208309309382+114. ELV Tornado Niesky 207238286873−55. EHV Schönheide 09 2071012237480−66. FASS Berlin 2020315942125−83 Quelle: Hockeyweb, Abkürzungen: Pl. = Tabellenplatz, Sp. = Spiele, S = Siege (3 Punkte), OTS = Siege nach Verlängerung oder Penaltyschießen (2 Punkte), OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen (1 Punkt), N = Niederlagen (0 Punkte), Pkt. = Punkte, T = Tore, GT = Gegentore, Diff. = Tordifferenz
Oberliga West rechts|150px|Logo der Oberliga West
Die Oberliga West umfasst das Gebiet der Bundesländer Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Der Spielbetrieb wird vom Eissportverband Nordrhein-Westfalen organisiert.
Teilnehmer und Modus Der Aufstieg der Kassel Huskies und der Löwen Frankfurt in die DEL2 bedingte, dass sich die West-Gruppe der Oberliga in dieser Saison lediglich aus einem Teilnehmerfeld von acht Mannschaften zusammensetzte, da es keinen Absteiger aus der DEL2 gab und sich der Königsborner JEC aus finanziellen Gründen zurückzog. Aufsteiger waren zum einen der EHC Neuwied, sowie die Zweitvertretung der Frankfurter Löwen. Neuwied erreichte nach einem einjährigen Gastspiel in der Regionalliga West den sofortigen Wiederaufstieg und ersetzte damit die ebenfalls zurückgezogene Mannschaft der Grefrather EG.
Die Hauptrundelev-nrw.de, (online aufgerufen am 27. Dezember 2014) wurde in einer Doppelrunde ausgespielt, die bis zum 18. Januar 2015 beendet wurde. Der Erstplatzierte der Hauptrunde wurde Meister der Oberliga West. Die Mannschaften auf Platz 1 bis 4 nach der Hauptrunde nahmen an der Endrunde der Oberliga Mitte mit den Mannschaften aus der Oberliga Ost teil. Die Mannschaften auf Platz 5 bis 8 nach der Hauptrunde spielten mit den Mannschaften auf Platz 5 und 6 der Oberliga Ost den Oberliga Mitte Pokal aus. Die Mannschaften auf Platz 5 bis 8 nach der Hauptrunde nahmen an der Oberliga West Relegationsrunde mit den Mannschaften auf Platz 1 bis 4 der Regionalliga West teil.
Stadien Verein Stadionname Stadionkapazität Löwen Frankfurt II Eissporthalle Frankfurt 6.990 Füchse Duisburg Scania-Arena 4.840 ESC Moskitos Essen Eissporthalle Essen-West 3.850 Ratinger Ice Aliens Eissporthalle Ratingen am Sandbach 3.800 Herner EV 2007 Gysenberghalle 3.467 Neusser EV Eissporthalle Südpark 2.850 Lippe-Hockey-Hamm „Hammer Eisbären“ Maximilian Eissporthalle 2.000 EHC Neuwied Icehouse Neuwied 2.100
Hauptrunde mini|Spielszene Löwen Frankfurt II gegen Herner EV (November 2014) Pl. Mannschaft Sp. S OTS OTN N Pkt. T GT Diff.1. Füchse Duisburg 28251027723042+1882. EHC Neuwied (N) 281910859164101+633. Herner EV 28181275816072+884. Moskitos Essen 28181185714759+885. Ratinger Ice Aliens 281101163499155−566. Hammer Eisbären 28711192482152−707. Neusser EV 28422201869171−1028. Löwen Frankfurt 1B (N) 2830025959258−199 Quelle: Hockeyweb, Abkürzungen: Pl. = Tabellenplatz, Sp. = Spiele, S = Siege (3 Punkte), OTS = Siege nach Verlängerung oder Penaltyschießen (2 Punkte), OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen (1 Punkt), N = Niederlagen (0 Punkte), Pkt. = Punkte, T = Tore, GT = Gegentore, Diff. = Tordifferenz, N = Aufsteiger
Oberliga Mitte Modus An der Verzahnungsrunde „Oberliga Mitte“ nehmen die vier ersten Mannschaften der Oberligen Ost und West teil. Die nach einer Einfachrunde beiden besten Teams waren für das Viertelfinale der Aufstiegsplayoffs qualifiziert.
Teilnehmer West: Füchse Duisburg EHC Neuwied (N) Herner EV Moskitos EssenOst: Icefighters Leipzig Saale Bulls Halle Black Dragons Erfurt ELV Tornado Niesky
Endrunde Pl. Mannschaft Sp. S OTS OTN N Pkt. T GT Diff.1. Füchse Duisburg1412011377926+532. Icefighters Leipzig 1411012346733+343. Saale Bulls Halle 148015254535+104. ESC Moskitos Essen 147106234235+75. EHC Neuwied 14620622484806. Herner EV 144109144152−117. Black Dragons Erfurt 142011173168−378. ELV Tornado Niesky 142001262379−56 Quelle: Hockeyweb.de, Abkürzungen: Pl. = Tabellenplatz, Sp. = Spiele, S = Siege (3 Punkte), OTS = Siege nach Verlängerung oder Penaltyschießen (2 Punkte), OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen (1 Punkt), N = Niederlagen (0 Punkte), Pkt. = Punkte, T = Tore, GT = Gegentore, Diff. = Tordifferenz, N = Aufsteiger
Oberliga Süd rechts|150px|Logo der Oberliga Süd Die Oberliga Süd umfasste das Gebiet Baden-Württemberg und Bayern wurde unter der Regie des DEB gespielt.
Teilnehmer und Modus Da die Schweinfurt Mighty Dogs trotz sportlichen Klassenerhalts ihre Mannschaft aus der Oberliga aus finanziellen Gründen zurückzogen, konnte der 1. EV Weiden als sportlicher Absteiger in der Liga verbleiben. Da kein Team aus der DEL2 in die Oberliga Süd abgestiegen war, handelte es sich bei dem Aufsteiger aus der Bayernliga, dem ERC Sonthofen, um den einzigen Neuling in der Süd-Gruppe.
Die Hauptrunde (Doppelrunde) startete am 26. September 2014 mit dem ersten Spieltag und endete am 1. März 2015.
Stadien Verein Stadionname Stadionkapazität EV Regensburg Donau Arena 4.961 EHC Bayreuth Städtisches Kunsteisstadion Bayreuth 4.705 EC Bad Tölz Hacker-Pschorr-Arena 4.300 VER Selb NETZSCH Arena 4.082 Deggendorfer SC Eissporthalle an der Trat 4.000 EV Füssen Eisstadion am Kobelhang 3.691 EHC Freiburg Franz-Siegel-Halle 3.500BZ: Freiburger Eishalle bleibt – Betrieb bis 2020 gesichert TSV 1862 Erding Eissporthalle Erding 2.576 1. EV Weiden Hans-Schröpf-Arena 2.560 EC Peiting Eisstadion Peiting 2.500 ERC Sonthofen Eissporthalle Sonthofen 2.200 EHC Klostersee Eissporthalle Grafing 1.730
Hauptrunde Abschlusstabelle Pl. Mannschaft Sp. S OTS OTN N Pkt. T GT Diff. 1. EHC Freiburg 4427746 99 201103+98 2. VER Selb 4427521093187118+69 3. 20px EV Regensburg 44274112 90 204146+58 4. EHC Bayreuth 44264311 89 194128+66 5. 20px Tölzer Löwen 44203318 69 159161−2 6. 20px EC Peiting 44183815 68 146154−8 7. 20px EHC Klostersee 44201320 65 144128+16 8. 20px Deggendorfer SC 44182420 62 120154−34 9. 20px ERC Sonthofen (N) 44152324 52 135187−52 10. Erding Gladiators 4494328 38 147196−49 11. 20px EV Füssen 4484428 36 125195−70 12. 20px 1. EV Weiden 4482331 31 109201−92 Quelle: Pointstreak, Abkürzungen: Pl. = Tabellenplatz, Sp. = Spiele, S = Siege (3 Punkte), OTS = Siege nach Verlängerung oder Penaltyschießen (2 Punkte), OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen (1 Punkt), N = Niederlagen (0 Punkte), Pkt. = Punkte, T = Tore, GT = Gegentore, Diff. = Tordifferenz
Playoffs In den Ausscheidungs-Playoffs der Oberliga-Süd wurden die vier Teilnehmer der Aufstiegsplayoffs in „Best-of-Seven“-Serien ermittelt.
Serie 1 2 3 4 5 6 7 EHC Freiburg – 20px Deggendorfer SC 4:0 4:0 2:1OT 6:2 5:0 – VER Selb – 20px EHC Klostersee 4:1 1:3 6:2 3:0 4:2 4:0 – 20px EV Regensburg – 20px EC Peiting 4:2 4:2 3:4OT 9:0 3:4OT 3:2 3:2 – EHC Bayreuth – 20px Tölzer Löwen 4:0 8:4 5:4 6:2 3:1 –
Playdowns