Peter-Jörg Splettstößer (* 17. Juli 1938 in Bad Polzin, Pommern; † 1. Oktober 2024Traueranzeige im Weser-Kurier vom 12. Oktober 2024, abgerufen am 12. Oktober 2024) war ein deutscher Konzeptkünstler und Maler.
Leben und Wirken
Peter-Jörg Splettstößer studierte von 1958 bis 1961 an der Pädagogischen Hochschule Bremen und von 1964 bis 1969 an der Hochschule für Künste Bremen bei Winfred Gaul und Karl Heinrich Greune. 1971 war er Gründungsmitglied der Bremer Galerie Gruppe Grün.
1979/1980 arbeitete er während eines Arbeitsaufenthaltes im Atelier des Stedelijk Museums in Amsterdam. 1981/1982 und 1987 bis 1989 hatte er Lehraufträge an der Hochschule für Künste Bremen und ab 1999 war er Dozent an der Koordinierungsstelle für Weiterbildung der Hochschule für Künste mit dem Schwerpunkt Malerei und Zeichnen. 2004 bis 2006 hatte er eine Gastprofessur an der Internationalen Sommerakademie für Kunst und Gestaltung „Pentiment“ der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg.
Peter-Jörg Splettstößer lebte und arbeitete in Worpswede, Amsterdam und Paris.
Die Werke von Splettstößer wurden in die Künstlerdatenbank und Nachlassarchiv Niedersachsen aufgenommen.Peter-Jörg Splettstößer in der Künstlerdatenbank.
Stipendien
1976/1977: Stipendium Cité Internationale des Arts Paris 1982: Reisestipendium des Landes Niedersachsen im Atelier des Stedelijk Museums, Amsterdam 1991, 1994 und 2000: Atelier in der Cité Internationale des Arts Paris, gefördert mit einem Arbeitsstipendien des Landes Niedersachsen 1997: Arbeitsstipendium des Landes Niedersachsen für Amsterdam 1998: Ehrengast der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo 1999, 2001: Atelier in der Cité Internationale des Arts Paris
Auszeichnungen 1970: Förderpreis der Freien Hansestadt Bremen 1974: 1. Preisträger Ideenwettbewerb Bremen-Huchting 1988: Gewinn des Wettbewerbs für Kunst im öffentlichen Raum, Bremen Osterholz-Tenever 1996, 1999: Kunst- und Kulturpreis des Landkreises Osterholz 1998: Gewinn des Wettbewerbs für die künstlerische Gestaltung des Neubaus des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung, Bremen 2000: Gewinn des Wettbewerbs „Stützenkleider“ des Kreishauses Osterholz
Ausstellungen
Die Arbeiten von Peter-Jörg Splettstößer wurden in über 25 Einzelausstellungen und über 50 Gruppenausstellungen gezeigt.
Einzelausstellungen 1972: „Scharnier-Raum-Formulierung“, Galerie Gruppe Grün, Bremen 1977: „Pariser Skizzen“, Galerie Laves, Worpswede 1978: „Objekte“, Galerie Gruppe Grün, Bremen 1979: „Wandobjekte“, Galerie vor Ort, Hamburg 1980: „Iris ich bin in Paris“, Galerie Stempelplaats, Amsterdam 1981: „Raumformulierungen“ (mit Karl Heinrich Greune), Städtische Kunstsammlung Gelsenkirchen-Buer 1983: „Manifestes Bunt“ (mit Volker Hildebrandt), Galerie Pragxis C. Schüppenhauer und Architekturgalerie Werner Ruhnau, Essen-Kettwig 1984: „Objekte Zeichnungen Stempel“, Kunsthalle, Kunstverein Bremerhaven 1985: „Objekte Zeichnungen“, Galerie Rolf Ohse, Bremen 1986: „Quartär“, Galerie Gruppe Grün, Bremen und Galerie Akumulatory 2, Poznań 1988: „One step – another stamp“ Kommunale Galerie Bremen 1989: „dedicated“, Galerie Gruppe Grün, Bremen 1990: „Manifestes Bunt“, „Objekte Malerei“, Biuro Wystaw Artystycznych (BWA), Sopot 1990: „Stationen“, Oldenburger Kunstverein, Oldenburg 1991: „Objekte“, Galerie Opatov, Prag, Tschechien 1992: „KX“, Kampnagel, Hamburg (mit Horst Müller) 1992: „Objekte und Malerei“, Galerie K, Cuxhaven 1994: „Mitternacht“, Galerie Gruppe Grün, Bremen 1996: „il s’agit de“, Cité Internationale des Arts Paris und Städtische Galerie im Buntentor, Bremen 1997: „il s’agit de“, Forum für zeitgenössische Kunst, Worpswede 1997: „Malerei“, Galerie Maria Chailloux, Amsterdam 1998: „Nuova Luce“, Deutsche Akademie Rom Villa Massimo 1999: „Exemplarische Fragmente“ (mit Friedhelm Falke), Galerie Altes Rathaus, Worpswede 2000: „so oder so oder anders“, Galerie Gruppe Grün, Bremen 2001: „7 Lichtformulierungen“, Neues Museum Weserburg, Bremen in Zusammenhang mit dem Projekt „Licht-Geheimnisse“ der Universität Bremen 2003: „Peter-Jörg Splettstößer – Malerei“, Allgemeiner Konsumverein, Braunschweig 2010: „Peter-Jörg Splettstößer – unterwegs 1998–2010“, Städtische Galerie Bremen im Buntentor, Bremen
Gruppenausstellungen (außerhalb Deutschlands) 1967: „5. Biennale de Paris“, Musée d’art moderne de la Ville de Paris 1980: „Bremen – Gdansk“, Galerie Sztuki, Sopot 1981: „17 Bremer Künstler“, Stedelijk Museum, Rotterdam Schiedam 1988: „tre pittori di Brema“, Galerie Peccolo, Livorno
Veröffentlichungen
Peter Jörg Splettstößer. Stationen. Text: Jürgen Weichardt. Oldenburger Kunstverein, Kleines Augusteum 5. Oktober – 11. November 1990. Oldenburger Kunstverein, Oldenburg 1990. Siegfried Salzmann, Ulrike Lehmann (Hrsg.): Peter-Jörg Splettstößer. Interferenzen. Kunsthalle Bremen, 27. Januar – 10. März 1991. Kunsthalle, Bremen 1991. Internationaler Stempelworkshop, International Rubberstamp Workshop 1981. Neues Museum Weserburg Bremen, 15. September – 17. November 2002. Neues Museum Weserburg, Bremen 2002, ISBN 3-928761-59-5. Treffpunkt Worpswede. Loes van den Putte, Margund Smolka, Peter-Jörg Splettstößer. Artothek der Großen Kunstschau Worpswede, 9. Oktober 2003 – 25. Januar 2004. Kulturstiftung Landkreis Osterholz, Osterholz-Scharmbeck 2003, ISBN 3-922642-48-9. Peter-Jörg Splettstößer. So oder so oder anders. Galerie Gruppe Grün, Bremen, 10. November – 15. Dezember 2000. Galerie Gruppe Grün, Bremen 2004, ISBN 3-934836-92-5. Peter-Jörg Splettstößer. Unterwegs 1998–2010. Städtische Galerie Bremen, 4. September – 3. Oktober 2010. Hachmannedition, Bremen 2010, ISBN 978-3-939429-83-8. (Hrsg.): Treffpunkt Worpswede. Galerie Altes Rathaus Worpswede. Zur Ausstellung Treffpunkt Worpswede 2012, 12. August – 9. September 2012. Rasch, Bramsche 2012, ISBN 978-3-89946-215-9.
Weblinks
auf der Website Worpsweder Künstler auf kunstfruehling.de
Einzelnachweise
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