mini|St. Martin in Froitzheim
St. Martin ist die römisch-katholische Filialkirche des Ortsteils Froitzheim der Gemeinde Vettweiß im Kreis Düren (Nordrhein-Westfalen).
Die Kirche ist unter Nummer Fro-6 in die Liste der Baudenkmäler in Vettweiß eingetragen und dem hl. Martin von Tours geweiht.
Geschichte In Froitzheim besteht bereits seit dem 9. Jahrhundert ein Kirchengebäude. Das heutige Gotteshaus wurde von 1868 bis 1870 im neuromanischen Baustil nach Plänen des Kölner Architekten Heinrich Nagelschmidt erbaut. Die Kirche ist eine dreischiffige Hallenkirche mit halbkreisförmiger Apsis im Osten und viergeschossigem Glockenturm im Westen.
Seit 2010 ist Froitzheim keine eigenständige Pfarre mehr, wodurch die Kirche auch den Rang einer Pfarrkirche verlor und zur Filialkirche herabgestuft wurde. Die ehemalige Pfarre wurde mit den restlichen Pfarreien auf Vettweißer Gemeindegebiet zur Großpfarre St. Marien Vettweiß zusammengelegt.
Ausstattung In der Kirche befinden sich ein neuromanischer Hochaltar und neuromanische Kirchenbänke. Des Weiteren ist die Ausmalung aus der Erbauungszeit in großen Teilen erhalten. Die Fenster sind um 1970 geschaffen worden. Die Orgel der Kirche stammt aus dem Jahr 1886 und ist ein Werk des Bonner Orgelbauers Johannes Klais. Die Orgel besitzt 13 Register und ist im Originalzustand erhalten.
Glocken Im Jahr 1898 goss die Glockengießerei Otto aus Hemelingen/Bremen drei Bronzeglocken für die Martinskirche mit der Schlagtonreihe: fis′ – a′ – h′. Es war ein Guss von Karl Otto von der Gießerei Otto aus Hemelingen.Norbert Jachtmann: Glocken in der Region Düren, S. 367 f. Zwei der drei Glocken wurden im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen. Im Jahr 1921 ergänzte Werner Hüesker von der Gießerei Petit & Gebr. Edelbrock aus Gescher das Geläut durch zwei neue Bronzeglocken. Die alte OTTO-Glocke und die beiden von Petit & Edelbrock wurden im Zweiten Weltkrieg beschlagnahmt und eingeschmolzen. Heute befinden sich im Glockenturm drei Bronzeglocken der Glockengießerei F. Otto aus Bremen-Hemelingen, die Dieter Otto 1962 mit der gleichen Schlagtonreihe wie 1898 goss. Nr. Name Durchmesser(mm) Masse(kg, ca.) Schlagton(HT-1/16) Gießer Gussjahr 1 - 1089 720 fis1 Dieter Otto, Fa. F. Otto, Bremen-Hemelingen 1962 2 - 915 450 a1 Dieter Otto, Fa. F. Otto, Bremen-Hemelingen 19623 - 800 325 h1 Dieter Otto, Fa. F. Otto, Bremen-Hemelingen 1962 Motiv: Te Deum
Pfarrer Folgende Priester wirkten bis zur Auflösung der Pfarre als Pastor an St. Martin:Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen 3. Ausgabe, Aachen 1994, S. 455. von – bis Name 1912–1937 Wilhelm Küppers 1937–1958 Johannes Klaßen 1958–1969 Jakob Grefertz 1969–1972 Wilhelm Huppertz 1972–1973 Carl Heinz Jünemann 1973–1979 P. Matthias Ruypers SMM 1979–1988 P. Heinz Bornheim MSF 1988–2003 Martin Schultheis 2003–2005 Wilhelm Lennarz 2005–2010 Gerd Kraus
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Filialkirche des Bistums Aachen Kategorie:Kirchengebäude in Vettweiß Kategorie:Erbaut in den 1860er Jahren Kategorie:Martin-von-Tours-Kirche (Patrozinium) Kategorie:Neuromanisches Kirchengebäude Kategorie:Neuromanisches Bauwerk in Nordrhein-Westfalen Kategorie:Hallenkirche in Nordrhein-Westfalen Kategorie:Geläut Kategorie:Ehemalige Pfarrkirche Kategorie:Bauwerk von Heinrich Nagelschmidt Kategorie:Pastoraler Raum Ellbachaue