Varennes-sur-Allier ist eine französische Stadt mit Einwohnern (Stand: ) im Département Allier in der Region Auvergne-Rhône-Alpes; sie gehört zum Arrondissement Vichy, zum Kanton Saint-Pourçain-sur-Sioule und zum Gemeindeverband Entr’Allier Besbre et Loire.
Geografie Die Stadt Varennes-sur-Allier liegt etwa 20 Kilometer nördlich von Vichy am Fluss Allier, in den hier sein Zufluss Valençon mündet. Umgeben wird Varennes-sur-Allier von den Nachbargemeinden Saint-Loup im Norden, Montoldre im Osten, Rongères im Südosten, Créchy im Süden, Paray-sous-Briailles im Westen sowie Saint-Pourçain-sur-Sioule im Westen und Nordwesten. Durch die Gemeinde führen die Route nationale 7 und die Route nationale 209 sowie die frühere Route nationale 146. Die Gemeinde besitzt seit 1853 einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Moret-Veneux-les-Sablons–Lyon-Perrache, der von Zügen des TER Auvergne-Rhône-Alpes der Verbindung Moulins–Clermont-Ferrand bedient wird.
Geschichte In keltischer Zeit war Varennes-sur-Allier der Ort einer Siedlung, die ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. bestand und aus der nach der römischen Eroberung Galliens ein gallorömischer Ort hervorging. Es wird angenommen, dass dieser mit dem Ortsnamen Vorocio oder Vorogio in Verbindung zu bringen ist, der auf der spätantiken Kartendarstellung der Tabula Peutingeriana zu finden ist.David Lallemand, Michel Channac, Joseph Bergeron: L’agglomération spécialisée de Varennes-sur-Allier (Allier), IVe–Ier siècles av. J.-C.: un site majeur du peuple des Ambluarètes-Ambibarètes. In: Stephan Fichtl, Philippe Barral, Gilles Pierrevelcin, Martin Schönfelder (Hrsg.): Les agglomérations ouvertes de l’Europe celtique (IIIe–Ier s. av. J.-C.) / Offene Großsiedlungen im keltischen Europa (3.–1. Jh. v. Chr.) (= Mémoires d’Archéologie du Grand Est. Band 4). Association pour la Valorisation de l’Archéologie du Grand Est, Strasbourg 2019, ISBN 978-2-9561936-3-0, S. 213–242. Reste einer frühen Brücke über den Allier können auf das dritte nachchristliche Jahrhundert datiert werden. Auf das 11. und 12. Jahrhundert wird die Kapelle Notre-Dame de la Ronde datiert.
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011 2018Einwohner 4020 4712 4907 4751 4413 4072 3855 3574 3593 Quellen: Cassini und INSEE
Sehenswürdigkeiten
Kirche Saint-Julien von Varennes Priorat
Literatur Le Patrimoine des Communes de l’Allier. Flohic Editions, Band 2, Paris 1999, ISBN 2-84234-053-1, S. 1060–1063.
Weblinks
Notice Communale – EHESS
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Auvergne-Rhône-Alpes
Kategorie:Ort am Allier Kategorie:Stadt in Frankreich Kategorie:Gemeindegründung 1793