Die Liste der Stolpersteine in Köthen (Anhalt) enthält alle Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Kunst-Projekts von Gunter Demnig in Köthen (Anhalt) verlegt wurden. Mit ihnen soll Opfern des Nationalsozialismus gedacht werden, die in Köthen lebten und wirkten. Zwischen 2010 und 2019 wurden insgesamt 39 Steine an 13 Adressen verlegt.
Verlegungen 28. Oktober 2010: acht Steine an vier Adressen 9. Mai 2016: acht Steine an drei Adressen 4. Mai 2018: ein Stein, der ursprünglich auch am 9. Mai 2016 verlegt werden sollte 28. November 2019: 22 Steine an sechs Adressen
Liste der Stolpersteine
Adresse Datum der Verlegung PersonInschriftBildBild des Hauses Antoinettenstraße 13 (1868–1943) Emma Wolff stammte aus Köthen. Gemeinsam mit ihrer Schwester Martha wurde sie am 2. Dezember 1942 von Magdeburg aus ins Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie am 22. Januar 1943 ermordet wurde.Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945 – Wolff, Emma Hier wohnteEMMA WOLFFJg. 1868deportiert 1942Theresienstadtermordet 22.1.1943120px|Stolperstein Wolff Emma (1871–1942) Martha Wolff stammte aus Köthen. Gemeinsam mit ihrer Schwester Emma wurde sie am 2. Dezember 1942 von Magdeburg aus ins Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie am 28. Dezember 1942 ermordet wurde.Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945 – Wolff, Martha Hier wohnteMARTHA WOLFFJg. 1871deportiert 1942Theresienstadtermordet 28.12.1942120px|Stolperstein Wolff Martha Baasdorfer Straße 43 geb. Michels (1895–?) Doris Meyer geb. Michels stammte aus Ermsleben. In Köthen führte sie gemeinsam mit ihrem Mann Max das von ihrem Vater gegründete Textilwarengeschäft. 1938 musste das Ehepaar das Geschäft und die gemeinsame Wohnung aufgeben. Am 14. April 1942 wurden sie ins Warschauer Ghetto deportiert. Ihr weiteres Schicksal ist unbekannt. Sie wurden 1952 mit Wirkung ab 8. Mai 1945 für tot erklärt.Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945 – Meyer, Doris Hier wohnteDORIS MEYERgeb. MichelsJg. 1895deportiert? ? ?120px|Stolperstein Meyer Doris (1888–?) Max Meyer stammte Haltern wohnte zeitweise in Essen und führte in Köthen gemeinsam mit seiner Frau ein Textilwarengeschäft. 1938 musste das Ehepaar das Geschäft und die gemeinsame Wohnung aufgeben. Am 14. April 1942 wurden sie ins Warschauer Ghetto deportiert. Ihr weiteres Schicksal ist unbekannt. Sie wurden 1952 mit Wirkung ab 8. Mai 1945 für tot erklärt.Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945 – Meyer, Max Hier wohnteMAX MEYERJg. 1888deportiert? ? ?120px|Stolperstein Meyer Max (1929–?) Gusti Meyer wurde in Köthen geboren. Am 14. April 1942 wurden sie mit ihrer Familie ins Warschauer Ghetto deportiert. Ihr weiteres Schicksal ist unbekannt.Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945 – Meyer, Gusti Hier wohnteGUSTI MEYERJg. 1929deportiert 1942Ghetto Warschauermordet120px|Stolperstein Meyer Gusti (1924–?) Vera Meyer kam in Dessau zur Welt. Am 14. April 1942 wurden sie mit ihrer Familie ins Warschauer Ghetto deportiert. Ihr weiteres Schicksal ist unbekannt.Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945 – Meyer, Vera Hier wohnteVERA MEYERJg. 1924deportiert 1942Ghetto Warschauermordet120px|Stolperstein Meyer Vera Burgstraße 15 (1883–?) Salomon Fleischmann stammte aus Kempen i. Posen. Zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter wurde er am 14. April 1942 ins Ghetto Warschau deportiert. Sein weiteres Schicksal ist unbekannt.Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945 – Fleischmann, Salomon Meier Hier wohnteSALOMONFLEISCHMANNJg. 1883deportiert 1942Ghetto Warschauermordet120px|Stolperstein Fleischmann Salomon (1916–?) Bertha Fleischmann wurde in Köthen geboren. Am 14. April 1942 wurde sie zusammen mit ihren Eltern von Magdeburg aus ins Ghetto Warschau deportiert. Ihr weiteres Schicksal ist unbekannt.Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945 – Fleischmann, Bertha Hier wohnteBERTHAFLEISCHMANNJg. 1916deportiert 1942Ghetto Warschauermordet120px|Stolperstein Fleischmann Berta (1887–?) Rosa Fleischmann wurde am 1. August 1887 in Aschaffenburg geboren.Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer - Rosa S Fleischmann (Deportationsliste) In: yadvashem.org, abgerufen am 24. Februar 2020. Ein Testimonial bei Yad Vashem nennt sie als verheiratete Dzialoszynski-Fleischmann.Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer - Rosa Dzialoszynski In: yadvashem.org, abgerufen am 24. Februar 2020. Sie war aktiv im jüdischen Frauenverein von Köthen tätig. Am 14. April 1942 wurde sie zusammen mit ihrem Mann und ihrer Tochter von Magdeburg aus ins Ghetto Warschau deportiert. Laut des Testimonials bei Yad Vashem gilt sie als Holocaust-Opfer. Hier wohnteROSA FLEISCHMANNgeb. FleischmannJg. ...deportiert 1942Ghetto Warschauermordet120px|Stolperstein Fleischmann Rosa (1879–?) Salomon Teppich stammte aus Leżajsk. Am 14. April 1942 wurde er zusammen mit seiner Frau von Magdeburg aus ins Ghetto Warschau deportiert. Sein weiteres Schicksal ist unbekannt.Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945 – Teppich, Salomon Chaim Hier wohnteSALOMON TEPPICHJg. 1879deportiert 1942Ghetto Warschauermordet120px|Stolperstein Teppich Salomon geb. Glück (1885–?) Esther Teppich wurde in Kempen geboren. Am 14. April 1942 wurde sie zusammen mit ihrem Mann von Magdeburg aus ins Ghetto Warschau deportiert. Ihr weiteres Schicksal ist unbekannt.Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945 – Teppich, Esther Ester Hier wohnteESTHER TEPPICHgeb. GlückJg. 1885deportiert 1942Ghetto Warschauermordet120px|Stolperstein Teppich Esther Buttermarkt 9 (1900–1943) Der Komponist Alfred Tokayer wurde in Köthen geboren. Er und seine Eltern flohen vor Kriegsausbruch nach Frankreich. Im März 1943 wurden sie verhaftet und über Drancy ins Vernichtungslager Sobibor deportiert, wo sie ermordet wurden.Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945 – Tokayer, Alfred Hier wohnteALFRED TOKAYERJg. 1900deportiert 1943ermordet 1943 inSobibor120px|Stolperstein Tokayer Alfred geb. Simon (1878–1943) Gertrud Tokayer geb. Simon floh mit ihrem Mann und ihrem Sohn vor Kriegsausbruch nach Frankreich. Im März 1943 wurden sie verhaftet und über Drancy ins Vernichtungslager Sobibor deportiert, wo sie ermordet wurden.Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945 – Tokayer, Gertrud Hier wohnteGERTRUD TOKAYERgeb. SimonJg. 1878deportiert 1943ermordet 1943 inSobibor120px|Stolperstein Tokayer Gertrud (1867–1943) Der aus Bistritz stammende Kaufmann Moriz Tokayer floh mit seiner Frau und seinem Sohn vor Kriegsausbruch nach Frankreich. Im März 1943 wurden sie verhaftet und über Drancy ins Vernichtungslager Sobibor deportiert, wo sie ermordet wurden.Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945 – Tokayer, Moritz Hier wohnteMORITZ TOKAYERJg. 1867deportiert 1943ermordet 1943 inSobibor120px|Stolperstein Tokayer Moritz Friedrich-Ebert-Straße 17 geb. Block (1871–1944) Johanne Mendershausen stammte aus Barmen-Elberfeld. Sie wohnte später in Köthen und Berlin. Am 2. Dezember 1942 wurde sie ins Ghetto Theresienstadt deportiert und von dort am 16. Mai 1944 in KZ Auschwitz-Birkenau, wo sie ermordet wurde.Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945 – Mendershausen, Johanne Hier wohnteJOHANNEMENDERSHAUSENgeb. BlockJg. 1871deportiert 1942Theresienstadt1944 Auschwitzermordet120px|Stolperstein Mendershausen Johanne Friedrichsplatz 8 (1886–?) Georg Gerson Eisenstaedt stammte aus Schlochau. Am 14. April 1942 wurde er zusammen mit seiner Frau von Magdeburg aus in Ghetto Warschau deportiert. Sein weiteres Schicksal ist unbekannt.Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945 – Eisenstaedt, Georg Gerson Hier wohnteGEORG GERSONEISENSTAEDTJg. 1886deportiert 1942Ghetto Warschau...120px|Stolperstein Eisenstädt Georg Gerson geb. Braun (1906–?) Grete Eisenstaedt stammte aus Bischofswerder. Am 14. April 1942 wurde er zusammen mit ihrem Mann von Magdeburg aus in Ghetto Warschau deportiert. Ihr weiteres Schicksal ist unbekannt.Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945 – Eisenstaedt, Grete Hier wohnteGRETE EISENSTAEDTgeb. BraunJg. 1906deportiert 1942Ghetto Warschau...120px|Stolperstein Eisenstädt Grete Hinter der Mauer 3 (1913–1945) Gerszon Rozensztejn wurde am 19. September 1913 in Szczucin (Dabrowa, Galizien) geboren. Er war mit Esther Rozensztejn verheiratet. 1939 wurde er nach Polen abgeschoben.Central DB of Shoah Victims' Names - Gershon Rozenshtein In: yadvashem.org, abgerufen am 25. Februar 2020. (Mit Bild)Central DB of Shoah Victims' Names - Gerschon Rosenstein In: yadvashem.org, abgerufen am 25. Februar 2020. Hier wohnteGERSZONROZENSZTEJNJg. 1913abgeschoben Juli 1939PolenSchicksal unbekannt120px|Stolperstein Rozenszteijn Gerszon geb. Zaba (1913–?) Esther Rozenstejn war mit Gerszon Rozenszteijn verheiratet und hatte zwei Kinder. Hier wohnteESTHERROZENSZTEJNgeb. ZabaJg. 1913abgeschoben Juli 1939PolenSchicksal unbekannt120px|Stolperstein Rozenszteijn Esther (1935–?) Ella Rozensztejn wurde am 5. Januar 1935 als Tochter von Gerson und Estera Rozenstejn in Köthen geboren.Central DB of Shoah Victims' Names - Ella Rozensztejn In: yadvashem.org, abgerufen am 25. Februar 2020. (Mit Geburtsurkunde) Hier wohnteELLAROZENSZTEJNJg. 1935abgeschoben Juli 1939PolenSchicksal unbekannt120px|Stolperstein Rozenszteijn Ella (1935–?) Lisa Rozensztejn 6. Januar 1935 als Tochter von Gerszon und Estera Rozenstejn in Köthen geboren.Central DB of Shoah Victims' Names - Lisa Rozensztejn In: yadvashem.org, abgerufen am 25. Februar 2020. Hier wohnteLISAROZENSZTEJNJg. 1935abgeschoben Juli 1939PolenSchicksal unbekannt120px|Stolperstein Rozenszteijn Lisa (1883–1940) Jakob Zaba stammte aus Chmielnik. Am 17. Oktober 1939 wurde er verhaftet und ins KZ Buchenwald verbracht, wo er am 23. Februar 1940 ermordet wurde.Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945 – Zaba, Jakob Jacob Jacov Josef Hier wohnteJAKOB ZABAJg. 1883verhaftet 17.10.1939Buchenwaldermordet 23.2.1940120px|Stolperstein Zaba Jakob geb. Goldmann (1884–?) Ida Zaba wurde in Warschau geboren. Im Juli 1939 wurde sie nach Polen abgeschoben. Ihr weiteres Schicksal ist unbekannt.Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945 – Zaba, Ida Hier wohnteIDA ZABAgeb. GoldmannJg. 1884abgeschoben Juli 1939PolenSchicksal unbekannt120px|Stolperstein Zaba Ida Holzmarkt 12 (1869–1938) Salomon Spiegel wurde am 9. Dezember 1869 in Iasi (dt. Jassy), Rumänien geboren. Hier wohnteSALOMON SPIEGELJg. 1869gedemütigt/entrechtettot 2.5.1938120px|Stolperstein Spiegel Salomon geb. Schönheim (1872–ca. 1944)