Der Rajon Sobor (; ) ist einer von acht Verwaltungsbezirken (Rajone) der Stadt Dnipro, des Oblastzentrums der Oblast Dnipropetrowsk in der Ukraine.
Der Stadtrajon liegt im südöstlichen Teil der Stadt auf dem rechten Dneprufer und ist mit 168.021 Einwohnern (2008) der zweitbevölkerungsreichste Verwaltungsbezirk von Dnipro. Er besitzt eine Fläche von etwa 44,093 km².
Der Rajon hieß vom 15. März 1936 bis zum 26. November 2015 Rajon Schowtnewe, der Name leitet sich vom ukrainischen Wort für Oktober ab und bezieht sich auf die Oktoberrevolution der Bolschewiki im Jahr 1917. Am 26. November 2015 wurde er im Rahmen der Dekommunisierung in Rajon Sobor, was vom Wort Sobor (ukr. ) für Kathedrale kommt und sich auf die im Stadtrajon befindliche Verklärungskathedrale bezieht, umbenannt. Der Rajon wurde am 15. März 1936 gegründet.
Untergliederung Der Stadtteil besteht aus den historischen Ortschaften Lotsmanska Kamjanka im äußersten Süden des Stadtrajons am Dnepr und Mandrykiwka, zwischen denen sich heute die Peremoha (ukr. , russisch , übersetzt „Sieg“) befindet, eine Großraumwohnsiedlung bestehend aus Chruschtschowkas. Diese ist auf der flussabgeneigten Seite auf langer Strecke durchgehend bebaut, und wird deswegen von den Einwohnern „Chinesische Mauer“ (ukr. ) genannt. Im Norden befindet sich das historische Stadtzentrum Nahirny, daran in südwestlicher Richtung angrenzend befindet sich das Viertel Tabir.
Bevölkerungsentwicklung 1959 1970 1979 1989 2001 2008 177.979 210.884 172.879 194.286 172.002 168.021 Quelle
Vorsteher
1951–1960 Jakiw Ambrosienko (ukr. ) 1960–1965? 1965–1969 Grigori Gaponenko (ukr. ) 1969–1973 Ilja Kupizki (ukr. ) 1973–1977 Anatolij Wolowik (ukr. ) 1977–1982 Walentin Litwenkow (ukr. ) 1982–1983 Ewgen Loginow (ukr. ) 1983–1985 Boris Cholod (ukr. ) 1985–1987 Genadij Bezschasni (ukr. ) 1987–1990 Witali Zhmurenko (ukr. ) 1990–1991 Petro Trochimenko (ukr. ) 1991–1994 Juri Pinjaew (ukr. ) 1994–2001 Sergij Butschkow (ukr. ) 2001–2012 Wiktoria Lukaschowa (ukr. ) 2012–2015 Anton Zhosul (ukr. ) seit 2015 Wolodimir Fedorenko (ukr. Федоренко Володимир Володимирович)
Quellen:
Bauwerke und Sehenswürdigkeiten Ein beliebter Naherholungsort der ganzen Stadt ist die, durch den Bischof-Kanal vom rechten Dneprufer getrennte, im Nördlichen Teil des Stadtteiles gelegene Klosterinsel, welche Teil des 360.000 m² umfassenden Schewtschenko-Parks ist, der ehemals gänzlich dem Generalleutnant, Günstling und Liebhaber der Zarin Katharina der Großen Grigori Alexandrowitsch Potjomkin gehörte. Hier ließ Potjomkin auch sein Domizil, den heutigen Studentenpalast errichten.
Entlang des Bischof-Kanals, über den auch die Merefa-Cherson-Brücke führt, die ein wichtiger Bestandteil der Verbindung Merefa – Cherson ist, verläuft auch der im Stadtteil Sobor gelegene Teil der längsten Uferpromenade Europas, der Uferpromenade Dnipro.
Der Stadtteil beheimatet mit dem Oktoberplatz einen der größten Plätze Europas sowie die Verklärungskathedrale, welche als zentrales Gotteshaus der Orthodoxie in Dnipro gilt. Sie ein Architekturdenkmal von nationaler Bedeutung.
Des Weiteren befindet sich hier auch das Kunstmuseum Dnipro mit einer bedeutenden Kunstsammlung vornehmlich Osteuropäischer Kunst.
Galerie
Weblinks
Website des Rajon Sobor. jrr.dp.ua (ukrainisch) abgerufen am 10. Mai 2015 Geschichte des Rajon Sobor gorod.dp.ua, Website der Stadt Dnipro (ukrainisch) abgerufen am 10. Mai 2015
Einzelnachweise
Kategorie:Stadtgliederung (Dnipro) Kategorie:Ukrainischer Stadtrajon