Hans Pröll (* 11. Januar 1922 in Freihausen; † 15. März 2017 in Parsberg)Traueranzeige war ein deutscher Jurist und Landrat (CSU).
Leben und Wirken Johann Pröll wuchs in Berching auf, wo seine Eltern ein Kolonialwarengeschäft führten. Er besuchte das Priesterseminar in Eichstätt und legte 1941 am humanistischen Gymnasium das Abitur ab. Im selben Jahr wurde er zum Militärdienst eingezogen und diente im Zweiten Weltkrieg in der Luftwaffe. 1945 geriet er in Kriegsgefangenschaft, aus der er flüchten konnte.
1946 nahm er das Jurastudium an der Universität München auf, das er 1952 mit dem zweiten Staatsexamen abschloss. Anschließend arbeitete er als Rechtsanwalt in Bad Kissingen. 1952 kandidierte er, parteipolitisch noch unabhängig, für das Amt des Landrats des Landkreises Beilngries. Rechtliche Unklarheiten bei der Wahl verhinderten die Stichwahl. Pröll setzte sich bei der Wahl im Kreistag gegen den CSU-Kandidaten und amtierenden Landrat Franz X. Butterhof durch und wurde mit 31 Jahren jüngster Landrat in Bayern. 1953 trat er auch der CSU bei. Als Landrat amtierte er bis 1972, als der Kreis im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst wurde. Schwerpunkte seiner Tätigkeit waren der Straßen- und Schulbau, die Industrieansiedlung und der Erhalt der Kliniken in Berching und Beilngries.
Seit 1974 war Pröll verheiratet, seine Ehefrau Giesela stammt aus Hamburg.Franz Guttenberger: Altlandrat Hans Pröll feiert seinen 95., mittelbayerische.de, 12. Januar 2017, abgerufen am 5. Januar 2018. Pröll starb im März 2017 und wurde in seinem Heimatort Berching beigesetzt.Trauer um Altlandrat, donaukurier.de, 23. März 2017, abgerufen am 5. Januar 2018.
Literatur Nach der Gebietsreform lange im „Schmollwinkel“, In: Donaukurier, 11. Januar 2002 Ex-Landrat Hans Pröll ist 80: „Ich blicke ohne Zorn zurück“, In: Donaukurier, 18. November 2002
Einzelnachweise
Kategorie:Landrat (Landkreis Beilngries) Kategorie:CSU-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1922 Kategorie:Gestorben 2017 Kategorie:Mann