Moussa Kone (* 1978 in Scheibbs) ist ein österreichischer Künstler.

Leben Moussa Kone besuchte von 1999 bis 2003 die Universität für Angewandte Kunst Wien. 2009 erhielt er das vom österreichischen Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur vergebene Staatsstipendium für Bildende Kunst. 2013 war er Artist in Residence am ISCP (International Studio and Curatorial Program) in New York. Kone lebt und arbeitet in Wien.

Werk Moussa Kone arbeitet im Medium der Zeichnung und der Installation. Harte Kontraste bestimmen seine Bilder in einem Wechsel aus positiven und negativen Formen, durch sparsamen Farbeinsatz dramaturgisch angereichert. Hervorstechendes Merkmal ist die gleichbleibend homogene Schraffur, aus welcher die dunklen Zonen aufgebaut sind. Das Füllen der Fläche durch beharrliches Aneinanderreihen schmaler Bahnen erzeugt ein Feld, das Organisches und Systematisches verbindet und die Aktivität der Hand regelrecht mitausstellt. Schreiben und Zeichnen sieht der Künstler nicht umsonst in engem Zusammenhang.Rolf Wienkötter, In: Moussa Kone: en pointe (switch legs, left up, around, and reach), Strabag Art Award Website, abgerufen am 7. Oktober 2013

Typisch für Kones Zeichnungen sind neben der dichten Schraffur vor allem seine gesichtslosen Personen. Kone behandelt seine Figuren wie eine seiner geometrischen Formen: Stets gesichtslos und dadurch entpersonalisiert und anonymisiert, werden sie gleichsam zum abstrakten Gestaltungselement.Fiona Liewehr, Zeichnerischer Grenzgang, Parnass Kunstmagazin, Wien, Heft 3/2010, S. 83.

Moussa Kones Aktivitäten beschränken sich nicht nur auf Zeichnungen und Installationen. Er beschäftigt sich auch mit Produktions- und Rezeptionsbedingungen von KunstJohanna Hofleitner: , Die Presse, Online, wie etwa mit der Kunstaktion KunstklappeRoman David-Freihsl: Der Saliera-Dieb hätte es nicht weit gehabt zur Kunstklappe, Der Standard Online, abgerufen am 7. Oktober 2013 oder dem Art Critics Award, Österreichs einzigem Preis für Kunstkritik, der von 2007 bis 2011 jährlich von Künstlern an Kritiker vergeben wurde.Art Critics Award 2011 geht an Theoretiker, Kurator und Kunstkritiker Christian Höller, artmagazine.cc, abgerufen am 7. Oktober 2013 In einer Neuauflage wird der Art Critics Award seit 2014 von der Kunsthalle Wien weitergeführt.

Er veröffentlichte mehrere Künstlerbücher in Kooperation mit mehreren Autoren, wie etwa Diabelli, erschienen im Harpune Verlag 2011, das einen Text von Hermann Burger enthält. 2012 erschien Nocturnes mit lyrischen Texten des Schriftstellers Erwin Uhrmann.

Auszeichnungen 2009 Strabag Art Award 2013 Niederösterreichischer Kulturpreis Anerkennungspreis

Ausstellungen Points of Passage, Abbey Melk, 2014Stift Melk (Hrsg.): Points of Passage. Kunst, Literatur, Tanz und Film im Stift Melk, Stift Melk, Melk/Wien, 2014, ISBN 978-3-9502328-9-9 The Priority Principle, Galerie Punkt Z, Hard, 2014 Figuration zwischen Traum und Wirklichkeit, Museum Angerlehner, Thalheim, 2014 they called me a drawer (possibilities are limited), Charim Galerie, Wien, 2013 Follow the Line, Krokus Galeria, Bratislava, 2013 The Art of Line, John Aird Gallery, Toronto, 2013Carl Aigner (Hrsg.): Subversiveness of the line. Drawings as Statement of Contemporary Art in (Lower-)Austria, Steinverlag, Bad Traunstein, 2013 Biennale Giovani, Villa Reale, Monza, 2013Peter Weiermair: Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit, In: Biennale Giovani Monza (Hrsg.): 30 artisti, 5 critici, Edizione Arti, Brescia, 2013, S. 37ff. the eschaton reviewed: tomorrow is another day, Black Bridge Off, Peking, 2013 Keep your Feelings in Memory, Musée National de la Résistance, Esch-sur-Alzette, Luxembourg Leopold-Mensch, Politiker, Landespatron, Landesmuseum Niederösterreich, St. Pölten, 2013 Open Studio Days, ISCP, New York, 2012 Abstraction/Figuration, Contemporary Austrian Art, Artmuseum Sochi, Russland, 2012 Death Can Dance, Townhouse, Zürich, 2012 Tracing Paper, Charim Galerie, Wien, 2012Christa Benzer: Linien aus Sand, Licht und Fäden, Der Standard Online, abgerufen am 7. Oktober 2013 The Borders of Drawing, Kunstverein das weiße Haus, Wien, 2011 Silent Narrative, Galerie im Traklhaus, Salzburg, 2011, Videorundgang durch die Ausstellung auf der Website des Landes Salzburg, abgerufen am 11. Oktober 2013 Entartainer, Parkfair, Wien, 2011 Art Futures, Art Hong Kong, 2011 be kind remind, Galerie Punkt Z, Hard, 2011 Fine Line, Galerie Georg Kargl, Wien, 2010 Stift und Zettel, Künstlerhaus Dortmund, 2010 en pointe (switch legs, left up, around, and reach), Strabag Kunstforum, Wien, 2010 Heroes of today, Red Gate Gallery, Peking, 2010 Helden von Heute, Kunstraum Innsbruck, 2010Robert Muntean, Bianca Regl (Hrsg.): Helden von heute, Kerber Verlag, Berlin/Bielefeld/Leipzig, 2010, ISBN 978-3-86678-367-6 Originalfunktional, Wiener Art Foundation, Wien, 2010 Silent Narrative, stadtgalerie schwaz, Schwaz, 2010 Places to Recall, Charim Galerie, Wien, 2010Christa Benzer: Angsthasen und Rampenschweine, Der Standard Online, abgerufen am 7. Oktober 2013 Nocturne (pieces of silence), Charim Ungar Contemporary, Berlin, 2009Christiane Meixner: Langsame Kunst, Galerie CUC zeigt Gruzei und Kone, Der Tagesspiegel Online, abgerufen am 11. Oktober 2013 New Positions, Förderprogramm, Art Cologne, Köln 2009 Get Connected – Reznikov Collection, Künstlerhaus, Wien 2009 Kardinal König Kunstpreis, Kunstraum St.Virgil, Salzburg 2009K wie Kunst. Kardinal-König-Kunstpreis Salzburg 2009, Müry Salzmann Verlag, Salzburg, 2009, ISBN 978-3-99014-008-6 Plateau, Forum Stadtpark, Graz, 2008 resetting/phantasana (curtain falls), Webster University, Wien, 2008Claudia Marion Stemberger: Im Zirkus der Kunst. Dualismen und Heterotopien bei Moussa Kone, artandtheory.net, abgerufen am 7. Oktober 2013 resetting/phantasana (curtain rises), Charim Galerie, Wien, 2008 Is it a High C or a Vitamin B, Galerie 5020, Salzburg, 2007 Ship of Fools, Tiroler Kunstpavillon, Innsbruck, 2007 Zeichen und Zeichnung, Charim Galerie, Wien, 2007 …und immer fehlt mir was, und das quält mich, Werkstadt Graz, Austria, 2007 Der gestohlene Blick, Cologne Fine Art, Köln, 2006 Wiener Blut, Kunstraum 21, Köln, 2006 Eau de Cologne, Werftgalerie, Wien, 2006 Potential Dialogue, Facts and Fiction, RCM Museum, Nanjing, 2006Christiane Krejs; Zuo Jing (Hrsg.): Potential Dialogue, RCM Art Museum Beijing, 2006 Hot Spots, Essl Museum, Klosterneuburg, 2005Edition Sammlung Essl (Hrsg.): Hot Spots, Klosterneuburg, 2005, ISBN 3-902001-26-7

Publikationen und Künstlerbücher Moussa Kone: The Abecedarium of the Artist’s Death, Verlag für Moderne Kunst, Wien, 2014, ISBN 978-3-86984-527-2 Moussa Kone, Martin Rotheneder: The Colman Book of Wounds and Wonders, Stift Melk, 2014, ISBN 978-3-9503864-0-0 Moussa Kone: Etymology, Moby Dick Filet, Harpune Verlag, Wien, 2012 Erwin Uhrmann, Moussa Kone (Hrsg.): Nocturnes, Literaturedition Niederösterreich, St. Pölten, 2012, ISBN 978-3-902717-14-6 Hermann Burger, Moussa Kone: Diabelli, Harpune Verlag, Wien, 2012, ISBN 978-3-903348-00-4 Andreas Schett, Moussa Kone (Hrsg.): Manual, Kerber Verlag, Bielefeld/Leipzig/Berlin, 2011, ISBN 978-3-86678-547-2

Literatur Stefan Tasch: Österreichische Zeichnung. Neue figurative und narrative Bildwelten In: Austrian Cultural Forum Moscow (Hrsg.): Figuration/Abstraction. Austrian Contemporary Art, 2012, S. 53. Franz Thalmair: Grenzlinien im Raumgefüge. The Borders of Drawing, Kunstforum International, Nr. 208/2011, S. 382f. Hannah Stouffer: Moussa Kone, Juxtapoz Magazine, San Francisco, Dezember 2011, S. 82ff. Heike Maier-Rieper: Moussa Kone: I Live by the River/Tiger Temple In: evn AG (Hrsg.): EVN Sammlung 2006–2011, Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln, 2011, S. 131f, ISBN 978-3-86335-032-1 Matthias Schmidt: Vom souveränen Umgang mit den Formen, In: Triedere, Periodikum für Kunst und Theorie, Wien, April 2011, abgerufen am 11. Oktober 2013 Kunsthalle Wien (Hrsg.): Wem gehört die Stadt? Wien – Kunst im öffentlichen Raum seit 1968, Verlag für moderne Kunst Nürnberg, 2009, S. 56f., ISBN 978-3-85247-079-5 Lioba Reddeker (Hrsg.): Art Critics Award Lesebuch, basis wien, Wien, 2007, ISBN 978-3-9502252-1-1 Gabriele Schor (Hrsg.): Held together with water, Kunst aus der Sammlung Verbund, Hatje Cantz, Ostfildern, 2007, ISBN 978-3-7757-1952-0

Weblinks

www.moussakone.com Offizielle Website von Moussa Kone www.charimgalerie.at Galerie des Künstlers in Wien basis wien Eintrag über den Künstler

Einzelnachweise

Kategorie:Bildender Künstler (Österreich) Kategorie:Zeitgenössischer Künstler Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1978 Kategorie:Mann