Hans Merkt (* 5. Juni 1915 in Börwang; † 3. Juni 1991) war ein deutscher Politiker (CSU).
Leben und Wirken Hans Merkt, Sohn eines Bäckermeisters, wurde im Allgäu geboren, besuchte die Oberrealschule Kempten und verbrachte seinen zwei Jahre währenden Wehrdienst von 1935 bis 1937 beim Infanterie-Regiment 9 in Potsdam. Er studierte Volkswirtschaft in München und wurde dort 1942 zum Dr. rer. pol. promoviert. Im Zweiten Weltkrieg war er mit den 61ern an der Russlandfront, zum Ende des Kriegs wurde er als Leutnant in Jugoslawien eingesetzt und dabei verwundet.
Ab Ende 1945 arbeitete er als Ministerialrat im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, wo er Ministerialdirektor wurde. Im selben Jahr trat er in die CSU ein, bei der er Vorsitzender eines Ortsverbandes in München war. Am 9. Februar 1958 rückte er für den verstorbenen Rupert Berger in den Bayerischen Landtag nach, sein Mandat wurde bei den darauffolgenden Wahlen über die Liste im Wahlkreis Oberbayern bestätigt, sodass er dem Landtag al Mitglied bis 1974 angehörte. Zeitweise gehörte er dort dem Ältestenrat an. 1968 erhielt er den Bayerischen Verdienstorden, 1961 das Komturkreuz des Silvesterordens mit Stern und 1974 das Bundesverdienstkreuz. Hans Merkt lebte in Planegg bei München.
Literatur Merkt, Hans. (2) In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 830.
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