mini|Wellesley College mini|Wellesley College Bibliothek Das Wellesley College ist eine US-amerikanische private Hochschule für Frauen. Viele heute bekannte Personen studierten dort.

Das College wurde 1870 von Henry Fowle Durant und seiner Frau Pauline gegründet. Das College wurde nach dem Namen des benachbarten Anwesens des Philanthropen Horatio Hollis Hunnewell „Wellesley“ benannt, das dieser nach der Familie seiner Frau benannt hatte. Heute sei es Anspruch des College, „Frauen, die etwas in der Welt bedeuten werden, eine exzellente Ausbildung zu geben“.

Das College, in Wellesley (rund 27 km westlich von Boston) gelegen, bietet ein Studium in den Liberal Arts; die Studentinnen erhalten nach vierjährigem Studium einen Bachelor-Abschluss. Die Hochschule ist eine der Seven Sisters (Sieben Schwestern; ein Zusammenschluss amerikanischer Frauen-Colleges) und hat ca. 2300 Studentinnen. In der Rangliste der Zeitschrift U.S. News & World Report nimmt das College regelmäßig einen der fünf Spitzenplätze unter den Liberal-Arts-Colleges der USA ein und wurde jedes Mal als das beste Frauen-College in dieser Kategorie bewertet.U.S. News & World Report: (englisch) Abgerufen am 10. Januar 2010 Von 1950 bis 1973 wurde hier The Wellesley Edition herausgegeben.

Der Film Mona Lisas Lächeln spielt am Wellesley College und wurde dort auch teilweise gedreht.

Zahlen zu den Studierenden, den Dozenten und zum Vermögen Im Herbst 2021 waren 2461 Studierende am Wellesley College eingeschrieben, die alle ihren ersten Studienabschluss anstrebten und damit undergraduates waren. Von diesen waren 99 % weiblich und 1 % männlich; 21 % bezeichneten sich als asiatisch, 8 % als schwarz/afroamerikanisch, 14 % als Hispanic/Latino 34 % als weiß und weitere 14 % kamen aus dem Ausland. Es lehrten 419 Dozenten an der Universität, davon 323 in Vollzeit und 96 in Teilzeit. 2020 waren es 2280 Studierende.

Der Wert des Stiftungsvermögens der Hochschule lag 2021 bei 3,236 Mrd. US-Dollar und damit 41,6 % höher als im Jahr 2020, in dem es 2,285 Mrd. US-Dollar betragen hatte. 2009 waren es noch 1,63 Mrd. US-Dollar.

Persönlichkeiten

Präsidentinnen Ada Howard, 1875–1881 Alice Freeman Palmer, 1881–1887 Helen Shafer, 1887–1894 Julia Irvine, 1894–1899 Caroline Hazard, 1899–1910 Ellen Fitz Pendleton 1886, 1911–1936 Mildred McAfee, 1936–1949 Margaret Clapp, 1949–1966 Ruth Adams, 1966–1972 Barbara W. Newell, 1972–1980 Nannerl Overholser Keohane, 1981–1993 Diana Chapman Walsh, 1993–2007 H. Kim Bottomly, 2007–2016 Paula A. Johnson, 2016

Dozierende Edith Abbott, Sozialwissenschaftlerin Marjorie Agosín, chilenisch-US-amerikanische Schriftstellerin und Hispanistin Julián Marías Aguilera, spanischer Philosoph Emily Greene Balch, Ökonomin, Friedensnobelpreis 1946 Annie Jump Cannon, Astronomin Clara Eaton Cummings, Botanikerin Margaret Clay Ferguson, Pflanzenphysiologin Jorge Guillén, spanischer Dichter Susan Hallowell, Botanikerin Charlotte Houtermans, Physikochemikerin Hedwig Kohn, Physikerin Mary Lefkowitz, Altphilologin Tom Lehrer, Mathematiker Tony Martin, Historiker Helen Abbot Merrill, Mathematikerin Anne Eugenia Felicia Morgan, Philosophin, Schriftstellerin und Spieleentwicklerin Vladimir Nabokov, russischer Literaturwissenschaftler Alice Freeman Palmer, Geschichte Adrian Piper, Philosophin Helen Dodson Prince, Astronomin Euphemia R. Worthington, Mathematikerin Richard Rorty, Philosoph Helen Almira Shafer, Mathematikerin und 3. Präsidentin Quinn Slobodian, Historiker Claude Vigée, französischer Dichter Alice Walker, Schriftstellerin

Absolventinnen

Madeleine Albright (1959), Außenministerin der Vereinigten Staaten von 1997 bis 2001 Lisa Alther (1966), Schriftstellerin Barbara Babcock (1960), Schauspielerin Blanche Baker (1978), Schauspielerin Carolina Barco (1973), kolumbianische Politikerin Muriel Gardiner Buttinger (1922), Psychoanalytikerin und Autorin Hillary Clinton (1969), Außenministerin der Vereinigten Staaten von 2009 bis 2013 Harriet B. Creighton (1929), Pflanzengenetikerin, Mitentdeckerin des Crossing over bei Mais Jo Duffy, Comicautorin und Redakteurin Nora Ephron (1962), Drehbuchautorin und Filmregisseurin Margaret Clay Ferguson,(1888), Pflanzenphysiologin und Hochschullehrerin Rosario Ferré (1960), puerto-ricanische Schriftstellerin Colette Flesch (1960), luxemburgische Politikerin und Fechterin Nancy Friday (1955), Autorin Mary Graustein (1906), Mathematikerin und Hochschullehrerin Marjorie Grene (1931), Philosophin Carolyn Heilbrun (1947), Schriftstellerin Mary Rockwell Hook (1890), Architektin Erna Schneider Hoover (1932), Programmiererin und Erfinderin einer Prozesspriorisierung bei der computerisierten Telefonvermittlung Rosalind Krauss (1962), Kunstkritikerin und -theoretikerin Ali MacGraw (1960), Schauspielerin Renate Mayntz (1950), deutsche Soziologin Song Meiling (1917), Ehefrau von Chiang Kai-shek Pamela Melroy (1983), Astronautin Helen Abbot Merrill (1886), Mathematikerin und Hochschullehrerin Ellen Fitz Pendleton (1864–1936), Mathematikerin und 6. Präsidentin des College Cameron Russell, Modell Euphemia R. Worthington (1881–1969), Mathematikerin Nayantara Sahgal (1947), indische Schriftstellerin und Journalistin Diane Sawyer (1967), TV-Journalistin und -Moderatorin Gertrude Woodcock Seibert (1885), Lyrikerin und Bibelforscherin Marjory Stoneman Douglas (1912), Journalistin, Autorin, Verfechterin des Frauenwahlrechts und Naturschützerin Cynthia Westcott (1920), Phytopathologin und Autorin Ernestine Wiedenbach (1923), Pflegewissenschaftlerin Mary Allen Wilkes (1959), Informatikerin und Juristin

Weblinks

Offizielle Website (englisch)

Einzelnachweise

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