Jelniki (, , ) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Tschernjachowsk im Rajon Tschernjachowsk.

Geographische Lage Jelniki liegt etwa 23 Kilometer nordwestlich der Rajonstadt Tschernjachowsk (Insterburg) an der Kommunalstraße 27K-125 von Dalneje (Groß Schirrau) an der Föderalstraße A216 (ehemalige deutsche Reichsstraße 138, heute auch Europastraße 77) über Schaworonkowo (Wirbeln) und Kamenskoje (Saalau) nach Meschduretschje (Norkitten) an der Föderalstraße A229 (alte Reichsstraße 1, heute auch Europastraße 28). Eine Bahnanbindung besteht heute nicht mehr, seitdem die Bahnstrecke Kauschen–Wirbeln der Insterburger Kleinbahnen nicht mehr betrieben wird.

Geschichte Die Gründung des bis 1946 WeidlackenD. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Weidlacken heißenden Dorfes fiel in die Mitte des 17. Jahrhunderts. Am 13. Juni 1874 wurde der Ort Amtsdorf und damit namensgebend für einen neu errichteten Amtsbezirk,Rolf Jehke, Amtsbezirk Weidlacken der bis 1945 zum Kreis Wehlau im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.

Im Jahre 1945 kam Weidlacken in Kriegsfolge mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. 1950 erhielt der Ort die russische Bezeichnung Jelniki und wurde dem Dorfsowjet Kamenski selski sowjet im Rajon Tschernjachowsk zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 5 июля 1950 г., №745/3, «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung 745/3 des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 5. Juli 1950) Von 2008 bis 2015 gehörte Jelniki zur Landgemeinde Kamenskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Tschernjachowsk.

Einwohnerentwicklung Jahr EinwohnerVolkszählungsdaten 1910 252 1933 253 1939 233 2002 51 2010 31

Amtsbezirk Weidlacken (1874–1945) Zu dem 1874 neu errichteten Amtsbezirk Weidlacken gehörten ursprünglich die Gutsbezirke (GB) bzw. Landgemeinden (LG): Deutscher Name Russischer Name Bemerkungen Alt Löbkojen (GB),1938–1946: Altlepkau 1928 in die Landgemeinde Lapischken (1938–1946: Fuchshügel) im Amtsbezirk Groß Schirrau umgegliedert Groß Budlacken (LG) Kurortnoje Groß Ponnau (LG) Krasnooktjabrskoje 1882 in den Amtsbezirk Plibischken umgegliedert Kekorischken (LG),1938–1946: Auerbach Okunjowo 1882 in den Amtsbezirk Plibischken umgegliedert Kerulaten²,1938–1946: Kerlaten Saltykowo 1892 in die Landgemeinde Klein Budlacken eingegliedert Klein Budlacken (GB) Saltykowo Klein Ponnau (LG) 1882 in den Amtsbezirk Plibischken umgegliedert Muplacken (LG),1938–1946: Moptau Saltykowo Obszerninken (LG), 1936–1938: Obscherninken,1938–1946: Dachsrode Partisanskoje Plompen (LG) Rajewskoje Weidlacken Jelniki (² = kommunalfreie Ortschaft)

Am 1. Januar 1945 gehörten noch sechs Gemeinden dem Amtsbezirk Weidlacken an: Dachsrode, Groß Budlacken, Klein Budlacken, Moptau, Plompen und Weidlacken.

Kirche Mehrheitlich gehörte die Bevölkerung Weidlackens vor 1945 zur evangelischen Kirche und war zur Kirche Groß Schirrau (heute russisch: Dalneje) eingepfarrt. Sie gehörte zum Kirchenkreis Wehlau (Snamensk) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Jelniki im Einzugsgebiet der neue gebildeten evangelisch-lutherischen Gemeinde in Talpaki (Taplacken), einer Filialgemeinde der Auferstehungskirche in Kaliningrad (Königsberg) in der Propstei Kaliningrad der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Weblinks Jelniki bei bankgorodov.ru Jelniki bei prussia39.ru Bildergalerie Weidlacken (bis 1945) Bildergalerie Weidlacken/Jelniki (nach 1945)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Rajon Tschernjachowsk