Die Symphony Hall ist eine Konzerthalle in Boston im Bundesstaat Massachusetts der Vereinigten Staaten. Sie befindet sich an der Adresse 301 Massachusetts Avenue in direkter Nachbarschaft zum New England Conservatory. Sie wurde im Jahr 1900 vom Architekturbüro McKim, Mead and White für das Boston Symphony Orchestra entworfen. Wallace Clement Sabine, ein damals junger Physikprofessor an der Harvard University, entwickelte das Akustik-Konzept. 1999 wurde die Konzerthalle als National Historic Landmark in das National Register of Historic Places eingetragen.

Geschichte und Architektur miniatur|links|Innenansicht der Konzerthalle Nachdem zum Ende des 19. Jahrhunderts mit der Boston Music Hall die ursprüngliche Konzerthalle des Orchesters aufgrund von Straßen- und U-Bahn-Neubauten nicht mehr zur Verfügung stand, wurde die Symphony Hall neu errichtet. Bis heute gilt die Halle als einer der besten Aufführungsorte der Welt für klassische Musik.Raymond Walter Apple Jr.: Apple’s America. The discriminating traveler's guide to 40 cities in the United States and Canada. North Point Press, New York 2005, ISBN 0-86547-685-3.

Die Halle wurde nach dem Vorbild des Leipziger Gewandhauses von 1884 entworfen, das allerdings im Zweiten Weltkrieg zu großen Teilen zerstört wurde. Die Gestaltung des Innenraums ist quaderförmig mit Höhe, Breite und Länge und wurde nach Vorbildern wie dem Concertgebouw in Amsterdam oder dem Wiener Musikverein konstruiert.

Statuen Im oberen Bereich der Wände des Konzertsaals befinden sich insgesamt 16 Nachbildungen griechischer und römischer Statuen, die mythische und historische Figuren darstellen. Im Einzelnen handelt es sich um:

FigurStandort des VorbildsMit Blick auf die Bühne rechts beginnendFaunus mit kindlichem BacchusNeapelApollon mit KitharaRomMädchen aus HerculaneumDresdenTanzender FaunusRomDemosthenesRomSitzender AnakreonKopenhagenEuripidesRomDiana von VersaillesParisMit Blick auf die Bühne links beginnendRuhender Satyr von PraxitelesRomAmazoneBerlinHermes LudovisiParisAthena LemniaDresden (Kopf: Bologna)SophoklesRomStehender AnakreonKopenhagenAischinesNeapelApollo von BelvedereRom

Orgel Die Konzertorgel ist das Opus 1134 von Aeolin-Skinner aus dem Jahr 1949. Sie hat drei Manuale, 66 Register und 2621 Pfeifen. Bei einem Umbau 2004 erhielt sie einen Spieltisch, wie er in Orgeln von Cavallié-Coll zu finden ist.

Siehe auch mini|Abbildung von 1904 Liste der National Historic Landmarks in Boston

Weblinks

Wallace Clement Sabine und die Boston Symphony Hall

Offizielle Website der Symphony Hall

Einzelnachweise

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