Die Bahnstrecke Lidköping–Forshem ( (Ki. L. J.)) war eine 1897/1898 in Betrieb genommene schmalspurige Eisenbahnstrecke zwischen Lidköping und Forshem in Skaraborgs län in Schweden.
Sie ist ein Teil der Bahnstrecke Gårdsjö–Håkantorp in Västergötland, die seit der Namensreform der schwedischen Bahnstrecken durch Banverket 1990 Kinnekullebanan genannt wird.
Kinnekulle–Lidköpings järnvägsaktiebolag Die Kinnekulle–Lidköpings järnvägsaktiebolag erbaute die in der Spurweite von 891 mm ausgeführte, 29 Kilometer lange Kinnekulle–Lidköpings järnväg in den Jahren 1897/1898. Sie führt von Forshem, wo sie an die Mariestad–Kinnekulle järnväg anschloss, über Hällekis und Råbäck dem Vänern entlang und zwischen dem See und dem Berg Kinnekulle nach Lidköping. Dort wiederum hatte die Strecke Verbindung mit Lidköping–Skara–Stenstorps järnväg und Lidköping–Håkantorps järnväg. Zwischen Forshem und Hällekis überquerte sie Västergötland–Göteborgs järnväg.
Freiherr Carl Klingspor, Inhaber des Schlosses von Råbäck, war einer der Initiatoren für die Gründung der Aktiengesellschaft.Gamla Järnvägshistoriskt Forum Råbäck
Der Streckenabschnitt Hällekis–Lidköping wurde am 20. Dezember 1897 und der Streckenabschnitt Forshem–Hällekis am 8. Dezember 1898 seiner Bestimmung übergeben.Eröffnung Hällekis–Forshem In der Zwischenzeit mussten die Fahrgäste nach Hönsäters hamn laufen und von dort mit der Skara-Kinnekulle-Vänerns Järnväg (SKWJ) nach Gössäter fahren, wo sie mit Mariestad-Kinnekulle Järnväg Anschluss über Forshem nach Mariestad hatten.
Insgesamt wurden folgende Dampflokomotiven beschafft:Lokomotiven nach Pospichal Nummer Name Bauart Achsfolge Hersteller Fabr.-Nr./Baujahr Besonderes 1 RÅBÄCK Tenderlok C t Kristinehamns Mekaniska Verkstad, Kristinehamn 571897 1943 an Lidköpings Järnvägar, LJ Nr. 1, 1948 an SJ, SJ K4p 3122, 1952 verschrottet 2 BLOMBERG Tenderlok C t Kristinehamns Mekaniska Verkstad, Kristinehamn 581897 1943 an Lidköpings Järnvägar, LJ Nr. 2, 1948 an SJ, SJ K4p 3123, 1951 verschrottet 3 FRIHERRE CARL KLINGSPOR Tenderlok 1 C t Nydqvist och Holm, Trollhättan 7191903 1943 an Lidköpings Järnvägar, LJ Nr. 3, 1948 an SJ, SJ S8p 3101, 1955 verschrottet
Die Rechnung vom 31. Dezember 1909 führte Baukosten in Höhe von 849.935 Kronen auf. Das Rollmaterial wurde mit 190.900 Kronen verbucht, das Aktienkapital betrug 419.500 Kronen. Sitz der Aktiengesellschaft war Lidköping.
Lidköping-Håkantorps Järnväg (HLJ) war seit 1902 im Besitz der Stadt Linköping.Historiskt om Svenska Järnvägar Diese sowie die Ki. L. J. wurden ab 1912 von dem neu gegründeten Konsortium Lidköpings järnvägar verwaltet.
Industriebahnen In der Region waren zahlreiche Kalksandsteinbrüche und Zementwerke vorhanden. Diese unterhielten umfangreiche Inselnetze von Industriebahnen unterschiedlicher Spurweite, wie zum Beispiel die Strecke von den Steinbrüchen in Hällekis und Hönsäter zur Zementfabrik am Hafen in Hönsäter oder vom Steinbruch Trolmen zum dortigen Bahnhof und zum Hafen von Råbäck.Stationskarten nach Stig Lundin
Verstaatlichung Die Strecke wurde 1948 im Rahmen der allgemeinen Eisenbahnverstaatlichung wie andere Schmalspurstrecken in Skaraborgs län von Statens Järnvägar übernommen.Järnvägar i historien 1948 Sie wurde in deren Netz und Organisation integriert. Zwischen Lidköping und Forshem erfolgte die Eröffnung der auf Normalspur umgebauten Strecke am 20. Mai 1954. Am gleichen Termin erfolgte der normalspurige Anschluss des Hafens in Hönsäter, die bisherige schmalspurige Verbindung der Skara-Kinnekulle-Vänerns Järnväg von Gössäter zum Hafen Hönsäter wurde stillgelegt und 1955 abgebaut.Gamla Järnvägshistoriskt Forum KinnekullebananFörändringen av det Svenska järnvägsnätet under åren 1856–2001 (Veränderungen im schwedischen Eisenbahnnetz in den Jahren 1856 bis 2001)
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Bahnstrecke in Västra Götalands län Bahnstrecke LidkopingForshem Kategorie:Spurweite 891 mm Kategorie:Spurweite 1435 mm