Eberstalzell ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Wels-Land mit Einwohnern (Stand ).
Geografie Das Gemeindegebiet liegt auf einer Höhe von 400 m und gehört geographisch zum Traunviertel. Die Entwässerung erfolgt durch den Fischlhamer Bach und den Katzenbach, die gemeinsam in die Traun münden.
Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 7,2 und von West nach Ost 6,3 Kilometer. Die Fläche umfasst 27,57 Quadratkilometer. Davon sind über achtzig Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, neun Prozent sind bewaldet.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende sieben Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Eberstalzell () Hallwang () samt Radt und Schöngrub Ittensam () Littring () Mayersdorf () Spieldorf () Wipfing ()
Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Eberstalzell, Mayrsdorf und Wipfing.
Die Gemeinde gehörte bis 2012 zum Gerichtsbezirk Lambach und gehört seit dem 1. Jänner 2013 Teil zum Gerichtsbezirk Wels.
Nachbargemeinden
Geschichte Dass Eberstalzell schon zur Römerzeit bewohnt war, zeigt der Fund von römischen Mosaiken bei Albersdorf. Ebenfalls bei Albersdorf stieß man auf einen steinernen Opferstein aus der Zeit vor 777, der jetzt in der Maria-Hilf-Kapelle ausgestellt ist. Eberstalzell wird im Jahre 777 in der Gründungsurkunde des Stifts Kremsmünster erstmals urkundlich erwähnt (als „Eporestal“): Überdies schenken wir ihnen einen Bezirk im Orte Eporestal, welcher von Saluso, Wenilo und Garweth abgegrenzt und mit Marken versehen wurde, wo sie von dem alldortigen Walde bei dem besagten Eporestal ohne jede Hindernisses Unurbares und Urbares umschaffen können, wie immer sie wollen.
Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.
Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.
Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.
Bevölkerungsentwicklung
Der Bevölkerungshöchststand wurde 2025 mit 2.913 Menschen erreicht.
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|hochkant|Pfarrkirche Eberstalzell
Katholische Pfarrkirche Eberstalzell hl. Ulrich: 1490 im gotischen Stil erbaut; während der großen Kirchenrenovierung 1866–1882, Entdeckung spätgotischer Fresken im Kreuzrippengewölbe über dem Hochaltar (1881); neugotische Kirchenausstattung.
Wirtschaft und Infrastruktur Auf dem Gemeindegebiet von Eberstalzell wird von der Rohöl-Aufsuchung AG (RAG) Erdöl gefördert. Die Energie AG hat in Eberstalzell direkt an der Westautobahn das größte Photovoltaikkraftwerk Österreichs errichtet. Neben dem größten Photovoltaikkraftwerk startet die Energie AG das Smart Grid Projekt (intelligentes Stromnetz).
Politik mini|Gemeindeamt Der Gemeinderat hat 25 Mitglieder. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2003 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 17 ÖVP, 4 SPÖ und 4 FPÖ. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2009 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP, 6 FPÖ und 3 SPÖ. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP, 8 FPÖ und 3 SPÖ. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2021 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP, 8 FPÖ und 3 SPÖ.Wahl Oberösterreich 2021 orf.at
Bürgermeister
Bürgermeister seit 1850 waren:
Wappen mini|Begrüßung am Ortseingang Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Silber auf einer roten, durchgehenden Brücke mit drei bogenförmigen Durchlässen ein schwarzer, wachsender Eber. Die Gemeindefarben sind Rot-Weiß-Schwarz.
Der Eber ist das redende Sinnbild für den Gemeindenamen und zugleich als Wappentier Kremsmünsters ein spezieller Hinweis auf die enge geschichtliche Verbindung des Klosters mit der als frühe Missionsstation (Mönchszelle) gegründeten Pfarre. Die Brücke steht für die auf dem Gemeindegebiet liegende in Naturstein gemauerte Autobahnbrücke der Westautobahn (A1).
Die Verleihung des Wappens erfolgte am 2. Mai 1977. Gleichzeitig wurde der Ortsname von Eberstallzell auf Eberstalzell geändert.
Persönlichkeiten
Ehrenbürger der Gemeinde 1881: P. Wolfgang Dannerbauer, Benediktiner vom Stift Kremsmünster 1901: P. Josef Hanimair, Pfarrer in Hohenzell 1925: Josef Stöttinger, Gemeindesekretär 2021: Franz Gimplinger, Bürgermeister von Eberstalzell 2002–2020
Söhne und Töchter der Gemeinde Reinhard Ammer (* 1976), Politiker Reinhard Kaiser-Mühlecker (* 1982), Schriftsteller Simon Heilig-Hofbauer (* 1987), Politiker
Personen mit Bezug zur Gemeinde Gunther Philipp (1918–2003), Arzt und Schauspieler, betrieb eine Arztpraxis im Ort Andreas Geroldinger (* 1980), Jurist und Hochschulprofessor
Weblinks
Seite Eberstalzell
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Einzugsgebiet Traun (Donau) Kategorie:Ersterwähnung 777 Kategorie:Traun-Enns-Riedelland Kategorie:Aiterbach (Traun)