Lothar Rentsch (* 5. Dezember 1924 in Plauen; † 19. Mai 2017) war ein deutscher Maler und Grafiker.
Leben Lothar Rentsch studierte von 1942 bis 1944 an der Kunst- und Fachschule für Textilindustrie Plauen. Im Anschluss absolvierte er bis 1943 eine Lehre als Entwerfer für Dekostoffe in den Industriewerken Plauen. Von 1943 bis 1945 nahm er als Soldat der Wehrmacht am Zweiten Weltkrieg teil. und er geriet in Kriegsgefangenschaft.
Von 1946 bis 1947 besuchte er die Textilschule in Chemnitz. Dabei schuf er u. a. als Prüfungsarbeit 1946 das Aquarell einer Mohnblume. Nach dem Schulabschluss arbeitete Rentsch bis 1952 als Entwerfer für Dekostoffe in Plauen. Im Jahr 1949 erfolgte die Aufnahme in die Gewerkschaft 17, Sparte 7, welche der Vorläufer des Verbandes Bildender Künstler der DDR war, und von 1950 bis 1990 war er Mitglied des Verbands. Ab 1952 arbeitete er in Plauen freischaffend als Grafiker. Von 1953 bis 1965 hatte er einen Freundschaftsvertrag mit dem VEB Bau Plauen. 1961 gehörte er zu den Gründern der Plauener Grafikgemeinschaft, und 1969 entwarf er das Signet für diese. 1972 war er Mitbegründer des Plauener „Freundeskreises Bildende Kunst“, der späteren „Galerie 75“.Andreas Zimmer: Der Kulturbund in der SBZ und in der DDR. Springer-Verlag Wiesbaden. 2018, S. 421
Rentsch hatte in der Zeit der DDR im In- und Ausland eine große Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u. a. 1958/1959, 1967/1968 und 1972/1973 an der Vierten und VI. Deutschen Kunstausstellung und VII. Kunstausstellung der DDR in Dresden. Studienreisen führten ihn nach Hiddensee, Kraków und Prag und in der Sowjetunion ins Wolgagebiet, nach Irkutsk, Leningrad, Sibirien, Mittelasien, Vilnius und in den Kaukasus.
Ab 1991 war er Mitglied im Chemnitzer Künstlerbund, im Sächsischen Künstlerbund und im Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler.
Seinen künstlerischen Vorlass übergab Rentsch im März 2016 dem Vogtlandmuseum Plauen.Ehrenbürger verschenkt seine Werke Arbeiten Rentschs befinden sich u. a. auch in der Neuen Sächsischen Galerie Chemnitz.
Werkbeispiele Siehe auch
Werkdatenbank Bildendende Kunst SachsenWerkdatenbank Sachsen Bildindex der Kunst & Architektur
Architekturbezogenes Werk
Wandbild (1964/1965; mit Rolf Andiel; Reusa, Flur der damaligen Grundschule)
Ehrungen 1958 Kunstpreis des Rates des Bezirkes Karl-Marx-Stadt 1978 Verdienstmedaille der DDR 1978 Ehrennadel der Nationalen Front in Silber und Gold 1986 Johannes-R.-Becher-Medaille in Silber und Gold 1994 Ehrenbürgerschaft der Stadt Plauen
Ausstellungen seit der deutschen Wiedervereinigung (mutmaßlich unvollständig) 2002: Quedlinburg, Salfeldsches Palais (Beispiele zeitgenössischer Kunst aus den neuen Ländern, Ausstellung aus dem Bundeskanzleramt) 2011: Kynšperk nad Ohří, im Rahmen des Festivals Mitte Europa 2024: Plauen, Fabrik der Fäden („Rentsch 100“)NEUE SONDERAUSSTELLUNG – RENTSCH 100... - Fabrik der Fäden | Facebook
Literatur
Einzelnachweise
Weblinks
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