Max Thomas (* 5. März 1890; † 7. oder 8. April 1934)Das Archiv. Nachschlagewerk für Politik, Wirtschaft, Kultur, Ausgaben 1–6, 1934, S. 26. war ein deutscher SA-Führer.
Leben und Tätigkeit Thomas nahm am Ersten Weltkrieg teil. In Nachrufen aus dem Jahr 1934 wird er als Angehöriger der folgenden Formationen angeführt: 1. Seebataillon, Infanterieregiment 131, Kampfgeschwader 2, Garde-Kavallerie-Schützendivision. Er erhielt das Eiserne Kreuz beider Klassen und führte nach 1918 den Rang eines Oberleutnants a. D.
Thomas schloss sich zum 1. Dezember 1930 der NSDAP an (Mitgliedsnummer 399.073).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/44620058 Am 1. Januar 1931 wurde er, damals im Rang eines Standartenführers stehend, zum Gruppenstaffelführer der SA-Gruppe Osland ernannt. Diese Stellung hatte er bis zu seinem Tod inne. 1932 folgte seine Beförderung zum Oberführer und am 1. Juli 1933 die Beförderung zum SA-Brigadeführer.
Thomas verunglückte in der Nacht vom 7. zum 8. April 1934 auf der Chaussee Didlacken-Insterburg bei einem durch dichten Nebel verursachten Verkehrsunfall tödlich mit seinem Kraftwagen: Durch Anprall des linken Vorderrades an einen Chausseestein wurde der Wagen zurückgeschleudert. Durch Aufschlagen auf das Steuerrad erlitt er schwere innere Verletzungen, an denen er sofort starb."Brigadeführer tödlich verunglückt", in: Billstedter Zeitung vom 10. April 1934.
Er wurde in Königsberg begraben. Später wurde er verschiedentlich fälschlich – eventuell wegen der engen zeitlichen Nähe – als im Zuge der Röhm-Affäre vom 30. Juni/1. Juli 1934 ermordet gemeldet.Weissbuch über die Erschiessungen des 30. Juni 1934. Authentische Darstellung der deutschen Bartholomäusnacht, 1934, S. 94; Otto Strasser: Die deutsche Bartholomäusnacht, 1938, S. 123.
Einzelnachweise
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