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Maximilian Jagielski (* 24. Januar 1876 in Zerbst; † 12. Juni 1912 in Hannover) war ein deutscher Maurermeister, Architekt und Marinemaler.o. V.: Jagielski, Maximilian in der Datenbank Niedersächsische Personen der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 2. März 2026

Leben Einzelheiten zu Jagielskis Ausbildung sind bis heute nicht bekannt; er absolvierte eine Maurerlehre bis zum Meisterabschluss.

Für mehrere Jahre lebte und arbeitete Jagielski in Christiania (Oslo, Norwegen), möglicherweise bei dem Architekten Ole Sverre.

Ab 1901 wirkte er in Hannover, ab etwa 1902 zeitweise gemeinsam mit dem Architekten Georg Thofehrn. Jagielski war insbesondere vom Jugendstil geprägt, seine Bauten weisen eine reiche Materialienmischung auf, oftmals mit nordisch-skandinavischen Dekor. Seine Kirchenbauten weisen zumeist romanische und gotische Formen auf. Von ihm geplante Wohnbauten in Hannover wurden vor allem in den Stadtteilen Kleefeld, Döhren und Bemerode errichtet.Helmut Knocke: Jagielski, Maximilian. In: Dirk Böttcher, Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein, Hugo Thielen: Hannoversches Biographisches Lexikon. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2002, ISBN 3-87706-706-9, S. 186.

Jagielski war Mitglied der Hannoverschen Architekten-Gilde, arbeitete gelegentlich auch als Mitarbeiter der Deutschen Bauhütte und betätigte sich mitunter als Marinemaler. Verschiedene Gemälde schuf er für den Verleger Curt Rudolf Vincentz.

Gemeinsam „mit R. Diethelm“ entwarf Jagielski verschiedene Brücken; ausgeführt wurde die Rheinbrücke in Laufenburg.

Als Maximilian Jagielski mit 36 Jahren in Hannover starb, hatte er sich vor allem durch katholische Kirchenbauten in historistischen Stilformen einen Namen gemacht.

Werk (Auswahl) Bauwerke für Katholiken 1904–1905, Hannover, Misburg: katholische Pfarrkirche Herz-Jesu-Kirche< mit Pfarrhaus, Max-Kuhlemann-Straße 1905–1906, gemeinsam mit Georg Thofehrn, Hannover: Vereinshaus für den Katholischen Arbeitervereins in der Konkordiastraße 14B, im Hinterhof von Nr. 14Jagielski, Maximilian (*1876-1912) / Architekt über das Archivinformationssystem Arcinsys Niedersachsen Bremen 1906–1907: katholische Herz-Jesu-Kirche in Oebisfelde 1907: Pfarrhaus der katholischen Kirche St. Bonifatius in Süpplingen 1907–1908: katholische Pfarrkirche St. Maria Hilfe der Christen in Schöningen 1908–1910: katholische Pfarrkirche Herz-Jesu in Rünthe 1910–1911: katholische Pfarrkirche St. Willehad in WilhelmshavenUrsula Große Bockhorn: Zur Weihe noch ohne Kanzel. Jubiläum. St.-Willehad-Kirche blickt an diesem Sonntag auf 100 Jahre zurück. In: Nordwest-Zeitung vom 26. Februar 2011. 1911: katholische Liebfrauenkirche in HammDunya Berthold-Ellersbach (Hrsg.): Kirchen der Neuzeit in Hamm. 2002, ISBN 3-924966-31-1. 1911: katholische Pfarrkirche Herz Jesu in LeheMenschen unter Gottes Zelt - 100 Jahre Herz Jesu Kirche, Bremerhaven-Lehe 1911-2011. Bremerhaven 2011, Seite 12 1911: katholische Pfarrkirche St. Bonifatius in Gehrden 1912: katholische Pfarrkirche St. Bonifatius in Duisburg-Hochfeld (seit 1985 unter Denkmalschutz) 1911–1912: katholische Pfarrkirche St. Joseph mit Pfarrhaus, Isernhagener Straße in Hannover 1912–1914: Neubau der katholischen Pfarrkirche St. Anna in Nuttlar (Westfalen) als Ersatz eines baufälligen Renaissance-Baus

Weitere Bauten um 1904: Villa in der Bemeroder Straße 55, Hannover 1904, zusammen mit Thofehrn in Hannover: Reihenvilla Fichtestraße 1, früher Nr. 36 Eckvilla Dörriesplatz 4, früher An der Petrikirche 4; Bauherr: Ernst Breithaupt 1904–1905, gemeinsam mit Thofehrn in Hannover: für die Heimstätten-Baugenossenschaft: Herrenhäuser Straße 92 / 94 für den Bauherrn Rechtsanwalt Dr. Adolf Stehmann: Villa mit großem Park in der Bemeroder Straße 39, heute Bünteweg 10A, früher 8B 1906 in Hannover: mit Georg Thofehrn: Doppelhaus Scheidestraße 4 und 6 Villa in Waldhausen Wohnhaus Waldheimstraße 1 Wohnhaus Liebrechtstraße 39 1908, Hannover, für den Bauherrn, Maurermeister und Bauunternehmer Adolf Schönkäß: Wohn- und Geschäftshaus Hildesheimer Straße 220 1909: Fünf Mehrfamilienhäuser in der Willmerstraße 20 A-E, frühere Hausnummern 10 A-E* Bauherr: Maurermeister und Bauunternehmer Adolf Schönkäß um 1910, Hannover: Miethaus Eisenstraße 2, heute: Gellertstraße 57 C Reihenvilla Fichtestraße 10, frühere Nr. 5 1910: nicht ausgeführter Entwurf für einen Architektenwettbewerb für die Stadthalle Hannover, stattdessen wurde der Entwurf von Paul Bonatz realisiert Reihenhäuser in Hildesheim

Literatur Helmut Knocke: Der Architekt Maximilian Jagielski. In: 75 Jahre Sankt Joseph Hannover, 1987, S. 92–96 Thomas Scharf-Wrede: Das Bistum Hildesheim 1866–1914. Hannover 1995. Ulrich Knapp: Maximilian Jagielski. In: Das Bistum Hildesheim und seine Kirchen. Éditions du Signe (Hrsg.), Strasbourg 2002, ISBN 2-87718-893-0, S. 41. Maria Kapp: Maximilian Jagielski: Kirchenbau zwischen Historismus und Jugendstil. In: Jahrbuch für Geschichte und Kunst im Bistum Hildesheim. 82./83. Jahrgang 2014/15, Hildesheim 2016, ISBN 978-3-7954-3143-3, S. 200–201.

Archivalien Archivalien von und über Maximilian Jagielski finden sich beispielsweise im Stadtarchiv Hannover; eine Postkarte und Zeitungsausschnitte aus dem Nachlass von Günther Kokkelink als Verzeichnung von Jagielskis Bauten in Hannover, Archivsignatur StadtA H 3.NL.518 Nr. 2775

Weblinks

Einzelnachweise

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