Ludwig Tischler (* 6. August 1840 in Triest; † 25. Mai 1906 in Wien) war ein österreichischer Architekt.

Leben mini|Grab von Ludwig Tischler auf dem Hietzinger Friedhof Ludwig Tischler studierte von 1857 bis 1861 am Polytechnikum Wien und war anschließend bis 1869 als Architekt im Atelier von Romano & Schwendenwein beschäftigt. Von 1870 bis 1875 war er Chefarchitekt der Wiener Baugesellschaft. Im Jahr 1875 machte er sich als Architekt selbstständig, wobei er hauptsächlich mit der Allgemeinen Österreichischen Baugesellschaft zusammenarbeitete, deren Mitglied des Verwaltungsrats er ab 1887 war.

Seine letzte Ruhestätte fand Ludwig Tischler auf dem Hietzinger Friedhof in Wien.

Bedeutung Ludwig Tischler war einer der produktivsten und meistbeschäftigten Architekten des späten 19. Jahrhunderts in Wien. Allein in dieser Stadt errichtete er rund 250 Gebäude. Bis heute prägen seine zahlreichen repräsentativen Mietpalais das Stadtbild im 1. Bezirk. Stilistisch gehörte Tischler dem Historismus an. Zu Beginn, also noch in der Ringstraßenära, war er dabei an der italienischen Renaissance orientiert, später wandte er sich dem Barock zu und wurde sogar als letzter Wiener Barockarchitekt bezeichnet. Diesem Stil, verbunden mit gerne verwendeten Kuppelaufbauten, blieb er bis zu seinem Tode treu und verweigerte sich allen neueren Einflüssen. Bedeutend ist auch die Herausgabe des dreibändigen Werkes Wiener Neubauten, das eine wichtige Quelle für die Bauten der Wiener Ringstraßenära darstellt.

Werke

Schriften Ludwig Tischler/Karl von Lützow (Hrsg.): Wiener Neubauten. 3 Bände, Wien 1874–1891.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Architekt (Wien)

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