mini|hochkant=1.4|Übersichtskarte von Berlin-Schöneberg

Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Schöneberg beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Schöneberg mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.

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Überblick Allgemeines Das vormals zur Umgebung Berlins zählende Dorf ist ab 1874 in einer Beilage zum Berliner Adressbuch aufgenommen. Zu dieser Zeit gab es neun benannte Straßen (von Akazienweg bis Wilmersdorfer Weg), im Jahr 1875 sind bereits elf Straßen aufgeführt.

Mit der Ausdehnung Berlins wuchsen auch die Vororte und es entstanden neue Siedlungsbereiche und dementsprechend viele neue Straßen und Plätze. Das Gebiet nordwestlich der Linie Geisbergstraße – Motzstraße – Else-Lasker-Schüler-Straße bildete bis zur Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 das Ostviertel der Stadt Charlottenburg, war anschließend Teil des Bezirks Charlottenburg und wurde mit der Berliner Bezirksreform von 1938 Schöneberg zugeschlagen. Das Gebiet nordöstlich der Linie Zietenstraße – Gleditschstraße – Grunewaldstraße – Großgörschenstraße wurde 1861 von Schöneberg in die Stadt Berlin umgemeindet, gehörte von 1920 bis 1938 zum Bezirk Tiergarten und fiel dann im Rahmen der Bezirksreform zurück an Schöneberg.

Im Jahr 2014 wies der mehrfach territorial neu zugeschnittene Ortsteil 206 gewidmete Straßen und 21 benannte Plätze auf. Dabei gehören die Verläufe von 29 Straßen auch zu Nachbarortsteilen. Die Gesamtlänge der Straßen im Ortsteil beträgt rund 99 Kilometer.

Bedeutende Verkehrsachsen des Ortsteils sind der Generalszug: Tauentzienstraße – Kleiststraße – Bülowstraße, der Straßenzug An der Urania – Martin-Luther-Straße – Dominicusstraße – Sachsendamm, die Bundesstraße 1 auf dem Straßenzug Potsdamer Straße – Hauptstraße (– Dominicusstraße – A 103) sowie der Stadtring A 100 mit dem Autobahnkreuz Schöneberg zur Westtangente.

Von den Bundesautobahnen durch den Ortsteil gehören 8.770 Meter zum großräumigen und 1.470 Meter zum übergeordneten Straßensystem. Dazu kommen 3.010 Meter der Bundesstraße 1 zum großräumigen Straßensystem in Berlin und 15.020 Meter der Stadtstraßen zum übergeordneten System. Das Hauptstraßensystem wird im Weiteren durch 9.070 Meter Hauptstraßen von regionaler Bedeutung und 3.610 Meter Stadtstraßen bestimmt.Lageklärungen auf der Karte 1:5000, hergestellt durch die bezirklichen Vermessungsämter (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt)FIS Broker Detailnetz (Regionales Bezugssystem) Diese Straßenzüge sind für den Durchgangsverkehr und für den Verkehr nach und zwischen Nachbarortsteilen oder -bezirken nach dem Straßenentwicklungsplan des Landes Berlins klassifiziert, dabei sind betroffene Straßen nicht zwangsläufig in der gesamten Länge im Hauptstraßensystem erfasst. Schöneberg hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 10777, 10779, 10781, 10783, 10787, 10789, 10823, 10825, 10827, 10829, 10965, 12103, 12105, 12157 und 12159.

Details zu ausgewählten Straßen Der Hobrechtplan sah ursprünglich eine gradlinige Weiterführung der Bülowstraße in Richtung Osten vor. Die Eisenbahnanlagen auf dem Gleisdreieck-Gelände dehnten sich allerdings so schnell aus, dass der Generalszug nach Süden verschoben werden musste, um das Bahngelände unter den Yorckbrücken durchqueren zu können. Die so entstandene Kurve der Bülowstraße, der Bülowbogen, gab der ARD-Fernsehserie Praxis Bülowbogen ihren Namen.

Die Aufweitung und der überbreite Grünstreifen im Kreuzungsbereich an der Kreuzung Urania/Lietzenburger Straße gehen auf mittlerweile aufgegebene Pläne für eine autobahnähnliche Hochstraße zurück. Im Rahmen des Planwerks Innenstadt gibt es Überlegungen, diesen Bereich umzugestalten. Weitere Überbleibsel der Verkehrsplanung der Nachkriegszeit betreffen die Hohenstaufenstraße und die Pallasstraße. Dieser Straßenzug sollte durchgehend mehrstreifig ausgebaut werden, das Haus Hohenstaufenstraße 22 war dabei für den Abriss vorgesehen. Es steht auf der ehemals geplanten Trasse der Hohenstaufenstraße und muss auf einer relativ engen Kurve umfahren werden. Von den unvollendeten Ausbauplänen für die Pallasstraße zeugt die vom Straßenverkehr nicht benutzte nördliche Unterfahrung des Pallasseums.

Übersicht der Straßen und Plätze

Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAhornstraße ()120 Erstbepflanzung mit Ahornbäumenalign=right Die Straße geht als Stichstraße von der Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße ab und ist Teil des Kielgan-Viertels. Bis 1938 gehörte die Straße zur Stadt bzw. zum Bezirk Charlottenburg. Die Villa Geisberg in der Ahornstraße 4 ist ein Baudenkmal.140px|AhornstraßeAkazienstraße440 Akazienwäldchen, an dem die Straße zur Zeit der Namensgebung vorbeiführtealign=right Die Straße ist die südliche Verlängerung der Goltzstraße von der Grunewaldstraße bis zur Hauptstraße. Mehrere Mietshäuser in der Akazienstraße sowie die Apostel-Paulus-Kirche sind denkmalgeschützt.140px|AkazienstraßeAlbertstraße ()230Albert Grix (1838–1913), Schmiedemeister und Kommunalpolitikeralign=right Die Albertstraße führt von der Hauptstraße zur Ebersstraße. Die Bezeichnung im Schöneberger Bebauungsplan war Straße 63. An der ruhigen Wohnstraße stehen überwiegend Altbauten. Durch die benachbarten Parks läuft der Innere Parkring.140px|Albertstraße mit Schöneberger GasometerAlboinplatz ()250(Durchmesser)Alboin (526–572 oder 573), König der Langobardenalign=right Die Ostseite des Platzes gehört zu Tempelhof. Die Bezeichnung im Bebauungsplan war Platz Q. Der Alboinplatz ist im Berliner Straßensystem mit 390 Metern als regionale Straßenverbindung (Kategorie III) aufgenommen, zudem sind 290 Meter Fahrbahn als Platz (Kategorie V) aufgeführt.140px|Stierskulptur und ParkAlboinstraße1320(1050 + 270)Alboin (526–572 oder 573), König der Langobardenalign=right Die verkehrsreiche Wohn- und Gewerbestraße mit Kopfsteinpflaster wird durch den Alboinplatz in zwei Bereiche geteilt und begrenzt das westlich von ihr gelegene Schöneberger Industriegebiet. Die ehemalige Schwarzkopf-Fabrik (Alboinstraße 36–42) steht unter . Auffälligstes Gebäude ist das Verwaltungshochhaus Alboinstraße 56 in dem der TÜV Rheinland eine von mehreren Berliner Filialen unterhält.Homepage TÜV Rheinland mit Angaben von Filial-Prüfstellen; abgerufen am 18. Oktober 2014. Das auffälligste Gebäude ist der Alboin-Kontor – ein ehemaliges Lagerhaus. Auf der westlichen Schöneberger Straßenseite gibt es große Gewerbeansiedlungen. Die Ostseite der Alboinstraße gehört zu Tempelhof und ist mit Wohnhäusern bebaut. Bis 1964 führte eine Linie der Berliner Straßenbahn durch die Straße.Geschichte der Berliner Straßenbahn140px|Alboinstraße 140px|Ehemaliges Schwarzkopf-FabrikgebäudeAlvenslebenstraße ()320Constantin von Alvensleben (1809–1892), preußischer Generalalign=right Die Alvenslebenstraße verbindet die Potsdamer Straße mit dem Dennewitzplatz. Die Bezeichnung in der Abteilung III des Hobrecht-Plans war Straße N. Die Mietshäuser Nr. 2 und 4 sind Baudenkmale. 140px|AlvenslebenstraßeAm Lokdepot ()90 hier befindliches ehemaliges Lokdepotalign=right Die Straße entstand auf einem ehemaligen Brachgelände zur Erschließung eines Neubaukomplexes des Architekturbüros Robertneun. Das markante leuchtend rote Haus ist ein Landmark in der von der Monumentenstraße hinunterführenden Straße. Die namengebenden Eisenbahnschuppen werden vom Deutschen Technikmuseum Berlin als Depot benutzt. 140px|Berlin-Schöneberg Am LokdepotAm Mühlenberg280 Anhöhe mit früherer Windmühle, auf der das Rathaus Schöneberg errichtet wurdealign=right Die drei Äste der Straße bilden mit Meraner Straße ein geschlossenes Rechteck. Im Gebäude Am Mühlenberg 12 Ecke Sterzinger Straße befindet sich die Seniorenfreizeitstätte „Club am Mühlenberg“.Info vom Bezirksamt Tempelhof Schöneberg zum Seniorenclub; abgerufen am 23. Oktober 2014. An der schmalen und ruhigen Wohnstraße stehen einige Altbauten und Mehrfamilienhäuser aus den 1970er Jahren. Der nördliche Straßenzweig endet für Autos als Sackgasse. Zwischen der Steinacher Straße und der Sterzinger Straße gibt es einen Fußweg, der südliche Straßenbereich ist Einbahnstraße in westlicher Richtung.Am Muehlenberg in Berlin-Schoeneberg (Rudolph-Wilde-Park, Volkspark-Wilmersdorf)140px|Am MühlenbergAm Rathaus170 Rathaus Schönebergalign=right Die Straße wurde beim Bau des Rathauses angelegt und verläuft entlang dessen Rückseite zwischen der Badenschen Straße und der Freiherr-vom-Stein-Straße. An der Ostseite der Straße steht das Rathaus mit seinen Wirtschaftswegen. Die Westseite besteht aus Mehrfamilienhäusern der 1960er Jahre.140px|Am RathausAn der Apostelkirche200 Zwölf-Apostel-Kirchealign=right Die kleine Straße verläuft U-förmig. Sie war im Wesentlichen die Straße 10a, Abt. IV des Hobrecht-Plans. Mehrere Mietshäuser in der Straße sowie die Zwölf-Apostel-Kirche sind denkmalgeschützt. Neben der Kirche und dem Gemeindehaus gibt es nur wenige Wohnhäuser an der Straße. Die Straße ist zur Kurfürstenstraße wie die Else-Lasker-Schüler-Straße nur für Fußgänger und Radfahrer passierbar. Auch zur Kurmärkischen Straße ist der Autoverkehr durch eine Verkehrsregulierungsmaßnahme gesperrt.An-der-Apostelkirche in Berlin-Schönebergzentriert|140x140px|Zwölf-Apostel-KircheAn der Urania ()280 Berliner Uraniaalign=right Bis 1938 gehörte die Straße zu Charlottenburg. Von 1862 bis 1885 waren es die Straße 21 und Straße 21a, die von 1885 als Nettelbeckstraße zusammengefasst und benannt wurde. Die Straße liegt mit zwei mehrspurigen Fahrbahnen zwischen der Kleiststraße und der Bezirksgrenze zu Mitte am Südrand der Kurfürstenstraße. Die Fahrbahnen sind von einem 30 bis 40 Meter breiten Grünstreifen getrennt. Dieser diente als Bauvorleistung für die in den 1960er Jahren geplante A 106. Auf dem Grundstück 2–12 (gerade) liegt eine Landesbehörde, 13–17 (ungerade) ist das Gebäude der Urania, 1–7 (ungerade) liegen von der Kurfürstenstraße her an der Ostseite, dazwischen mündet die Courbièrestraße. An der Westseite der Straße stehen vorzugsweise Hotels 12, 14, 16–18, 20/22.140px|Die namensgebende UraniaAnsbacher Straße