Kortelshütte ist ein Stadtteil der Stadt Oberzent im südhessischen Odenwaldkreis und liegt in der Gemarkung Rothenberg. Kortelshütte ist die südlichste Ortschaft im Odenwaldkreis.

Geographie Der Luftkurort befindet sich im südlichen Odenwald im Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald. Kortelshütte liegt in einem geschützten Bergeinschnitt der Hirschhorner Höhe. Durch den Ort verläuft die Landesstraße 3410.

Geschichte Ortsgeschichte Die älteste erhaltene Erwähnung von Kortelshütte stammt von 1756. Gegründet wurde das Dorf für Neusiedler sowie für Land- und Besitzlose.

Seit 1821 gehörte Kortelshütte zum Bezirk des Landgerichts Beerfelden, ab 1853 zu dem des Landgerichts Hirschhorn. Mit dem Gerichtsverfassungsgesetz von 1877 wurden Organisation und Bezeichnungen der Gerichte reichsweit vereinheitlicht. Zum 1. Oktober 1879 wurde deshalb das neu errichtete Amtsgericht Hirschhorn zuständig. Es verlor 1968 seine Selbständigkeit an das Amtsgericht Fürth und wurde zu dessen Gunsten 2003 endgültig aufgelöst.

Kortelshütte wuchs seit 1920 durch Neubaugebiete. Zum 1. Januar 2018 wurde Rothenberg mit den drei Gemeinden Hesseneck, Beerfelden, und Sensbachtal zu einer neuen Stadt mit dem Namen Oberzent zusammengeschlossen. Kortelshütte wurde darin ein eigener Stadtteil. Für Kortelshütte wurde ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet. Der Ortsbezirk umfasst die Flur 6 der Gemarkung Rothenberg.

Für den Ort wurden im Jahr 1829 92 Einwohner und 1927 261 Einwohner gezählt. Beim Zensus 2011 lebten 483 Einwohner in Kortelshütte.

Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Kortelshütte angehört(e):

vor 1806: Heiliges Römisches Reich, Grafschaft Erbach-Fürstenau, Amt Rothenberg ab 1806: Großherzogtum Hessen (Souveränitätslande),Mediatisierung infolge der Rheinbundakte. Fürstentum Starkenburg, Amt Rothenberg (zur Standesherrschaft Erbach gehörig) ab 1815: Großherzogtum HessenDas Großherzogtum Hessen war von 1815 bis 1866 Mitglied des Deutschen Bundes. Ein Staatenbund ehemaliger Territorien des Heiligen Römischen Reichs. Er gilt als gescheiterter Versuch einer erneuten Reichsgründung. (Souveränitätslande), Provinz Starkenburg, Amt Freienstein (zur Standesherrschaft Erbach gehörig) ab 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk ErbachTrennung zwischen Justiz (Landgericht Beerfelden) und Verwaltung. ab 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Erbach ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach ab 1871: Deutsches Reich,Infolge des Deutsch-Französischen Krieges. Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach, Gemeinde Rothenberg ab 1918: Deutsches Reich, Volksstaat Hessen,Infolge des Ersten Weltkriegs. Provinz Starkenburg, Kreis Erbach ab 1938: Deutsches Reich, Volksstaat Hessen, Landkreis Erbach, Gemeinde RothenbergIm Zuge der Gebietsreform 1938 wurde die Provinz Starkenburg aufgelöst. ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone,Infolge des Zweiten Weltkriegs. Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Erbach, Gemeinde Rothenberg ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Erbach, Gemeinde Rothenberg ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Erbach, Gemeinde Rothenberg ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Odenwaldkreis, Gemeinde Rothenberg ab 2018: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Odenwaldkreis, Stadt OberzentAm 1. Januar 2018 als Ortsbezirk zur Stadt Oberzent.

Sonstiges Zwischen Kortelshütte und dem Stadtteil Rothenberg liegt ein Segelflugplatz.

Zwei Grenzsteine in der Flur Schwanne sind als Kulturdenkmal ausgewiesen (siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Oberzent).

Weblinks

Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen

Einzelnachweise

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