mini|Ansicht von Idelberg mini|Landschaft in der Kroppacher Schweizüber Stein-Wingert mit Blick auf Idelberg Idelberg ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld an und ist die kleinste Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen.

Geographische Lage Die Gemeinde liegt auf einer Hochterrasse über dem Nistertal zwischen Altenkirchen und Hamm an der Sieg im Einzugsbereich der Kroppacher Schweiz. Im Norden liegt der Weiler Alhausen, im Osten Stein-Wingert, im Süden Giesenhausen und im Westen Eichelhardt.

Geschichte Ein genauerer Gründungszeitraum für Idelberg ist unbekannt, es wird jedoch vermutet, dass die Gemarkung schon seit etwa 1000 Jahren besiedelt ist. Urkundlich belegt ist 1461 ein Henne von Idelberg, der als Richter und Bürgermeister in Altenkirchen wirkte.

Der Ort gehörte seit bekannten Zeiten zum Kirchspiel Altenkirchen und damit im Lauf der Jahrhunderte landesherrlich zugleich zu unterschiedlichen Herrschaften: Die Grafen von Sayn etwa ab dem 12. Jahrhundert bis 1652, dann die Herzöge von Sachsen-Eisenach und ab 1741 die Markgrafen von Brandenburg-Ansbach, bis diese Grafschaft dann 1792 an den König von Preußen fiel. Seit 1803 gehörte die Region zum Fürstentum Nassau-Usingen, 1806 zum Herzogtum Nassau, bis sie 1815 zur preußischen Provinz Niederrhein und 1822 zur Rheinprovinz kam. Von 1816 an wurde Idelberg von der Bürgermeisterei Altenkirchen verwaltet.

Die Einwohner wurden nach der Einführung der Reformation in der Grafschaft Sayn erst lutherisch und später reformiert.Daniel Schneider: Die Entwicklung der Konfessionen in der Grafschaft Sayn im Grundriss, in: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 58 (2015), S. 74–80. 1787 gab es in Idelberg neun Häuser, auf die die Anteile einer WaldinteressentenschaftZur Geschichte der Waldinteressenschaften im Kreis Altenkirchen siehe Daniel Schneider: Die Geschichte der Ortsgemeinde Obererbach (Westerwald). Die Ortschaften Hacksen, Niedererbach, Obererbach und Koberstein vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Obererbach 2009, Bd. II, S. 874–891. zurückgehen, die Anfang des 18. Jahrhunderts entstand.

Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Idelberg, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten. Jahr Einwohner 1815 41 1835 57 1871 66 1905 68 1939 60 1950 79 Jahr Einwohner 1961 53 1970 61 1987 51 1997 59 2005 52

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Idelberg besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Bürgermeister Jürgen Schneider wurde am 28. August 2024 Ortsbürgermeister von Idelberg. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 hatte er sich mit einem Stimmenanteil von 54,8 % gegen einen Mitbewerber durchgesetzt.

Schneiders Vorgänger Karl-Heinz Henn hatte das Amt seit 1999 ausgeübt und kandidierte bei der Wahl 2024 nicht erneut.

Wappen Die Ortsgemeinde Idelberg hat am 23. August 2025 im Rahmen des alljährlichen Sommerfestes im Ort feierlich ihr eigenes Wappen erhalten. Im Jahr 2023 hatte sich der damalige Ortsgemeinderat für ein eigenes Gemeindewappen entschieden.

Wirtschaft Im Gebiet von Idelberg wurde früher nach Blei und Kupfererz geschürft. Bereits 1674 wurde eine Grube, die „Petersbach“, urkundlich erwähnt, die allerdings auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Eichelhardt liegt. Nachdem über Jahrzehnte eine Reihe landwirtschaftlicher Betriebe in Idelberg tätig waren, gibt es aktuell nur noch einen landwirtschaftlichen Betrieb. (Milchviehhaltung)

Literatur

Weblinks

Ortsgemeinde Idelberg auf den Seiten der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) Kategorie:Ersterwähnung 1461