Die Bürgermeisterei Uckerath war eine von acht preußischen Bürgermeistereien, in welche sich der 1816 gebildete Kreis Uckerath im Regierungsbezirk Köln verwaltungsmäßig gliederte. Der Verwaltungsbezirk der Bürgermeisterei Uckerath umfasste, anders als die anderen Bürgermeistereien im Kreis, nur eine Gemeinde. 1927 wurde die Bürgermeisterei Uckerath in Amt Uckerath umbenannt. Später wurde das Amt aufgelöst und Uckerath wurde amtsfreie GemeindeGreven's Adreßbuch des Siegkreises 1950, S. 3. und blieb es bis zum 1. August 1969. Die Gemeinde Uckerath wurde zusammen mit den Gemeinden Hennef (Sieg) und Lauthausen zu der neuen amtsfreien Gemeinde „Hennef (Sieg)“ zusammengeschlossen.Gesetz zur kommunalen Neugliederung des Raumes Bonn (Bonn-Gesetz) vom 1. Juli 1969; § 16

Gliederung Neben dem Hauptort Uckerath bestand die Bürgermeisterei 1910 aus den Ortschaften:

Adscheid, Ahrenbach, Altglück, Beiert, Bierth, Broich, Buchholz, Burghof, Busch, Bülgenauel, Büllesbach, Büllesfeld, Dahlhausen, Darscheid, Daubenschlade, Depensiefen, Derenbach, Doppelsgarten, Eichholz, Eulenberg, Fernegierscheid, Hahnenhardt, Halmshanf, Hammer, Hanf, Hanfmühle, Heckelsberg, Heide, Hermesmühle, Hollenbusch, Hove, Hüchel, Hundseich, Hülscheid, Issertshof, Kau, Knippgierscheid, Kölschbusch, Kraheck, Kuchenbach, Künzenhohn, Lescheid, Lichtenberg, Löbach, Lückert, Meisenbach, Meisenhanf, Mittelscheid, Niederscheid, Oberscheid, Ravenstein, Röttgen, Rütsch, Schächer, Scheuren, Scheußmühle, Schleheck, Sommershof, Stotterheck, Süchterscheid, Theishohn, Überholz, Wasserheß, Wellesberg, Wiersberg, ZumhofEinwohner-Adressbuch des Siegkreises 1910

Einwohner 1828 hatte Uckerath 3009 Einwohner, davon 3000 Katholiken, acht Juden und einen Bürger evangelischen GlaubensHStA Düsseldorf Karten III Nr. 12/14.

1861 waren es 3702 EinwohnerFr. Wülffing:Beschreibung und Mittheilungen über die Resultate der Verwaltung des Kreises Sieg, S. 22, Siegburg 1862.

1910 waren 3.182, 1925 3.267 Einwohner gemeldet, 1933 3.292 und 1939 waren 3.252 Personen registriert.

Verwaltung Verwaltungsaufbau Neben dem Bürgermeister hatte die Bürgermeisterei 1910 zwei Beigeordnete, beschäftigte einen Bürgermeistersekretär sowie einen Gemeindeempfänger und verfügte über zwei Polizeibeamte: einen Polizeisergeant und einen berittenen Gendarmerie-Wachtmeister. Für die fünf Schulen in Uckerath, Eichholz, Hanfmühle, Lichtenberg und Süchterscheid standen sechs Lehrer zur Verfügung.

Bürgermeister Die Bürgermeister bzw. Amtsbürgermeister (ab 1927) waren:Johannes Buchholz: Dörfliches Leben im Kirchspiel Uckarth in Helmut Fischer/Johannes Buchholz: Uckerath 1131–1981, 1981 1808–1825 Heinrich Wißborn 1825–1833 Wilhelm Schumacher 1833–1835 Georg Breiderhoff 1835–1837 Peter Georg Halm 1838–1868 Carl Halm 1868–1887 Johann Arnold Pütz 1887–1897 Josef Komp 1898–1907 Josef Seul 1907–1919 Franz Wamhoff 1919–1933 Wilhelm Geilenkirchen 1933–1936 Friedrich Seywald 1936–1945 Richard Höfler 1945–1946 Pantaleon Schmitz (letzter hauptamtlicher Bürgermeister) 1946 Peter Kleuver 1946–1948 Karl Ellingen 1948–1952 Wilhelm Püttmann 1952–1955 Karl Emans 1955–1958 Johann Jungblut 1958–1964 Theodor Bellinghausen 1964–1967 Johann Jungblut 1967–1969 Theodor Bellinghausen

Einzelnachweise

Kategorie:Hennef (Sieg) Kategorie:Ehemaliges Verwaltungsgebiet (Rhein-Sieg-Kreis) Uckerath