Der Atlas der abgelegenen Inseln ist ein halb literarisches, halb kartographisches Buch von Judith Schalansky, das 2009 als Erstausgabe und 2021 als Neuausgabe im Mareverlag erschienen ist. Die Erstausgabe wurde durch den Untertitel Fünfzig Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde treffend beschrieben. Die Neuausgabe wurde um fünf Inseln ergänzt und der Untertitel entsprechend angepasst. Jeder Insel ist eine Doppelseite im Buch gewidmet, die geographische, demographische und historische Angaben, anekdotenhafte Bruchstücke aus der Geschichte sowie eine Karte im Maßstab 1:125.000 enthält. Gestaltet wurden die Ausgaben ebenfalls von der Autorin. Als Schrift verwendet sie Sirenne.

Die Erstausgabe wurde 2015 von Thom Luz in ein musik-theatralisches Hörspiel übertragen.

Buchinhalt Aufbau Die Erstausgabe beginnt mit einem Vorwort mit dem Titel Das Paradies ist eine Insel. Die Hölle auch. Es folgen die Beschreibungen der einzelnen Inseln im jeweils gleichen Aufbau. Die Neuausgabe beginnt mit einem zusätzlichen Vorwort und neben der Aufnahme von fünf weiteren Inseln wurden auch die bisherigen Angaben aktualisiert.Vorwort zur Neuausgabe Die Ausgaben schließen jeweils mit einem Glossar der vorkommenden fremdsprachigen geographischen Begriffe und einem Index der Personen-, Länder- und Städtenamen sowie der geographischen Bezeichnungen.

Ausschlaggebend für den einheitlichen Kartenmaßstab von 1:125.000 war die Osterinsel, die im Buch eine komplette Seite einnimmt. Größere abgelegene Inseln, wie z. B. Jan Mayen, konnten aus diesem Grund in der Neuausgabe nicht berücksichtigt werden.

Liste der beschriebenen Inseln Arktischer Ozean Bäreninsel Einsamkeit Rudolf-Insel

Atlantischer Ozean Annobón Himmelfahrtsinsel (Ascension) Bouvetinsel Brava Gough-Insel St. Helena St. Kilda Trindade Tristan da Cunha Süd-Thule

Indischer Ozean Agalega Amsterdam Diego Garcia Südliche Keelinginseln (Kokosinseln) North Sentinel Possession-Insel Sankt-Paul-Insel Tromelin Weihnachtsinsel

Pazifischer Ozean Antipoden-Insel Atlassow-Insel Banaba Campbell-Insel Clipperton-Atoll Fangataufa Floreana Howlandinsel Iwojima Kokos-Insel Macquarieinsel Midwayinseln Napuka Norfolkinsel Nukulaelae Osterinsel Pagan Pingelap Pitcairn Pukapuka Raoul-Insel Rapa Iti Robinson Crusoe Semisopochnoi Socorro St. Georg Takuu Taongi Tikopia

Antarktischer Ozean Deception-Insel Franklin-Insel Laurie-Insel Peter-I.-Insel

Preise und Auszeichnungen

Das Buch erhielt am 8. Januar 2010 den 1. Preis der Stiftung Buchkunst vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels e. V. für das Jahr 2009. auf: mare online Im Jahr 2011 wurde es außerdem mit dem Designpreis der Bundesrepublik Deutschland (Silber) und dem Red Dot Design AwardDesignpreis red dot beim red dot award für „Atlas der abgelegenen Inseln“ und „BasisBibel“. auf: buchmarkt.de, 28. Juli 2011. ausgezeichnet.

Ausgaben Atlas der abgelegenen Inseln. Fünfzig Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde. Mare, Hamburg 2009, ISBN 978-3-86648-117-6. Atlas der abgelegenen Inseln. Fünfundfünfzig Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde. Mare, Hamburg 2021, ISBN 978-3-86648-683-6. Taschenatlas der abgelegenen Inseln. Fünfzig Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde. Fischer (Tb.), Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-596-19012-6. Atlas der abgelegenen Inseln. Ein musikalisches Hörstück. Regie Thom Luz. Christoph Merian Verlag, Basel 2016. 1 CD, 53 Minuten.Fußnoten am Festland. In: FAZ vom 20. Februar 2017, Seite 10.

Einzelnachweise

Weblinks „Inseln machen nichts Gutes mit den Menschen.“ Interview und Auszüge aus dem Buch. Der Spiegel, 22. Dezember 2009 Judith Schalansky: Atlas der abgelegenen Inseln. Buchkritik von Felix Schürmann in der iz3w, Nr. 325, 2011

Kategorie:Sachliteratur (Geographie) Kategorie:Inseln