Frankershausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Berkatal im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis. Im Ort befindet sich die Gemeindeverwaltung Berkatal. Das Dorf liegt im nordöstlichen Vorland des Hohen Meißners und wird von der Berka durchflossen. Die Landesstraßen 3242 und 3422 sowie eine Kreisstraße treffen sich im Ort.

Geschichte Frankershausen wurde im Jahre 876 erstmals urkundlich erwähnt. Vom 17. Jahrhundert bis etwa 1938 bestand im Ort eine jüdische Gemeinde, der eine Synagoge zur Verfügung stand.

Der Ort wird häufig als Dorf der Mühlen bezeichnet, denn es gab dort einst sechs: Oberdorfer Mühle, Blaumühle, Dorfmühle (auch Kiel- oder Kühlmühle genannt), Superintendentenmühle (oder WaltersmühleAuf der Karte Nr. 10 der Schleensteinschen Landesaufnahme der Landgrafschaft Hessen-Kassel von 1705–1710 ist sie als Conradmühl eingezeichnet.), Leppermühle und Schafhöfer Mühle. Auf dem „Mühlenpfad Frankershausen“ informieren sechs Tafeln über die jeweilige Mühle.

Die Gemeinden Frankenhain, Frankershausen und Hitzerode wurden, im Zuge der Gebietsreform in Hessen, am 31. Dezember 1971 zur neuen Gemeinde Berkatal zusammengeschlossen.

In der Gemarkung von Frankershausen befinden sich die Wüstungen Borne und Oberndorf, beide in der Nähe der Karstquellen Breitenborn und Kressenborn, und die Wüstung Welferode, etwa 1,5 km flussabwärts im Tal der Berka an der Stelle des heutigen Schafhofs.

Sehenswürdigkeiten mini|Die Karstquelle Breitenborn Evangelische Kirche mit ihren Freskenmalereien Etwa 1,5 km nördlich der Ortsmitte liegen die beiden als Naturdenkmale ausgewiesenen Karstquellen Breitenborn und Kressenborn. Unweit östlich der beiden Quellen befindet sich der Teil „Kripplöcher“ des Naturschutzgebiets „Kripp- und Hielöcher“, südwestlich der beiden Quellen und nahezu unmittelbar nordwestlich des Dorfs der Teil „Hielöcher“. Frau-Holle-Teich, ein Naturteich etwa fünf Kilometer südwestlich des Dorfs am Hohen Meißner

Wirtschaft und Infrastruktur Im Ort gibt es eine Grillhütte, einen Kindergarten, ein Heimatmuseum und einen Spielplatz. In Frankershausen hat eine Bioland-Bäckerei ihren Sitz; sie besteht schon seit 1911.Website der Bäckerei

Söhne und Töchter der Gemeinde Peter Kühnemuth (1794–1868), Schultheiß und Mitglied der kurhessischen Ständeversammlung

Einzelnachweise

Literatur Karl Kollmann: Von Wind und Wasser gedreht: Mühlen im ehemaligen Kreis Eschwege (15: Frankershausen). In: Das Werraland, Band 65, Eschwege 2013, S. 62–68, 86–91

Weblinks

Ortsteil Frankershausen im Internetauftritt der Gemeinde der Gemeinde Berkatal.

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