Diese Liste sammelt die Rathäuser der früheren und heutigen Städte in Thüringen.
Einführung Die ersten Rathäuser entstanden in Thüringen am Beginn des 12. Jahrhunderts mit dem Aufkommen der städtischen Selbstverwaltung. Aus mittelalterlicher Zeit sind nur sehr wenige Rathäuser in ihrer damaligen Form erhalten, allerdings stehen viele jüngere Rathäuser auf Grundmauern aus dem Mittelalter. Beispiele mittelalterlicher Rathäuser sind in Jena als Stein- und in Waltershausen als Fachwerkbau erhalten.
In der Zeit der Renaissance entstanden flächendeckend neue Rathausbauten auch in kleineren Landstädten. Bedingt durch häufige Stadtbrände wurden sie recht oft neu- oder wiederaufgebaut. Diese Entwicklung setzte sich bis ins frühe 19. Jahrhundert fort. Bedeutende Rathausbauten der Renaissance finden sich beispielsweise in Gera, Gotha und Altenburg.
Mit der Industrialisierung wuchsen viele Städte auf ein Vielfaches ihrer vorherigen Größe an, weshalb ein erhöhter Platzbedarf für die Verwaltung sowie ein gesteigertes städtisches Selbstbewusstsein entstanden. Daraus resultierten groß angelegte Rathausneubauten wie zuerst in Zeulenroda, später auch in Erfurt oder Weimar. Einen Abschluss fand diese Entwicklung mit dem Neubau des Sonneberger Rathauses 1928. Später lagerte man eher einzelne Abteilungen aus den Rathäusern in andere Zweckbauten aus, wenn kein Platz mehr war, anstatt repräsentative Neubauten auszuführen. Auch Anbauten sind vielerorts aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert zu finden.
In der Folgezeit wurden nur noch sehr wenige neue Rathäuser gebaut. Mit dem aufkommenden Bewusstsein für Denkmalschutz wurde mit der Sanierung der Rathausbauten begonnen. Nach der Wiedervereinigung 1990 beschleunigte sich diese Entwicklung, sodass nahezu alle Rathäuser in Thüringen seitdem saniert wurden.
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